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- FC Bayern München -

Vereinswappen des FC Bayern München

- FC Bayern München -

Voller Name Fußball­Club Bayern, München e. V.[2]

Fußballabteilung FC Bayern München AG

Ort München, Bayern

Gegründet 27. Februar 1900

Vereinsfarben rot-weiß

Stadion Allianz Arena

Plätze 75.000[1]

Präsident Karl Hopfner

AG-Vorstand

Karl-Heinz Rummenigge (Vors.)
Jan-Christian Dreesen
Andreas Jung
Matthias Sammer
Jörg Wacker

Trainer Pep Guardiola

Homepage www.fcbayern.de

Liga Bundesliga

2015/16 1. Platz (Deutscher Meister)

Der Fußball-Club Bayern, München e. V.,[2] kurz FC Bayern München, ist ein deutscher Sportverein aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Er wurde am 27. Februar 1900 gegründet und ist mit 270.329 Mitgliedern (Stand: 27. November 2015) der mitgliederstärkste Sportverein der Welt.[3]

Bekannt wurde der FC Bayern München durch seine professionelle Fußballabteilung, die mittlerweile in die FC Bayern München AG ausgegliedert ist. Die erste Herrenmannschaft spielt seit der Saison 1965/66 ununterbrochen in der 1. Bundesliga und ist mit 26 Meistertiteln deutscher Rekordmeister sowie mit 18 Pokalsiegen deutscher Rekordpokalsieger. Auch auf internationaler Ebene ist der Verein mit sieben Europapokalsiegen,[4] davon fünf in der Champions League bzw. dem Europapokal der Landesmeister, einer der erfolgreichsten Vereine Europas. Zweimal wurde der Weltpokal und einmal die FIFA-Klub-WM gewonnen. Der größte Erfolg gelang dem Verein im Jahr 2013 mit dem Gewinn des Triples. Die erste Mannschaft trägt ihre Heimspiele seit 2005 in der Allianz Arena aus.

Dem FC Bayern gehören zudem weitere Abteilungen an, die ebenfalls Erfolge aufweisen können. So wurden die derzeit in der Frauen-Bundesliga spielenden Fußballfrauen 1976, 2015 und 2016 Deutscher Meister sowie 2012 DFB-Pokalsieger. Somit gelang es 2015 und 2016 den Fußballabteilungen des FC Bayern, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die deutsche Meisterschaft zu feiern. Weitere Erfolge feierten die Basketballer mit drei Meisterschaften und einem Pokalsieg, die Schachabteilung mit neun Deutschen Meisterschaften und einem Europapokalsieg sowie die Turner mit vier Deutschen Meisterschaften.

Geschichte

1900 bis 1910 – Die Gründungsjahre

Am 27. Februar 1900 fand im Gasthaus „Bäckerhöfl“ eine Sitzung der Fußballabteilung des MTV München statt. Es war kurz zuvor zu einem Streit über die weitere Entwicklung der Fußballabteilung gekommen, da eine Generalversammlung des MTV dem Beitritt des Vereins zum Verband Süddeutscher Fußball-Vereine eine Absage erteilt hatte. Um 21:30 Uhr verließen die elf Herren Ringler, Otto Ludwig Naegele, Zoepffel, Josef Pollack, Fritz Wamsler, Carl Wamsler, Georg Schmid, Paul Francke, Kuno Friederich, Wilhelm Focke und Franz John das Lokal und fanden sich im „Weinhaus Gisela“ in Schwabing ein, um noch am selben Abend den F.C. Bayern zu gründen.[5][6] Zu den auf der Gründungsurkunde erwähnten Mitgliedern gehörte der später bekannt gewordene Bildhauer Benno Elkan.[7] Den Vorsitz führte der Berliner Franz John, der auch der erste Vorsitzende in der Geschichte des Vereins werden sollte. Als Vereinsfarben wählte man Blau-Weiß, der Mitgliedsbeitrag wurde auf eine Mark festgesetzt. Die Vereinsgründer kamen zu einem Großteil nicht aus München oder Bayern, sondern aus Berlin, Freiburg, Leipzig und Bremen.[8]

Als erster Trainingsplatz diente der stadteigene, heute noch existierende Schyrenplatz. Der erste Gegner war im März 1900 der 1. Münchner FC 1896, der FC Bayern gewann das Spiel mit 5:2. Schnell stießen weitere Spieler zum Verein, so unter anderem drei Spieler der Fußballabteilung des TSV München 1860. Im Frühjahr 1900 überließen die Geschäftsleute Wamsler dem FC Bayern ein Grundstück an der Clemensstraße als Spielstätte. Das erste Spiel der Derbygeschichte zwischen dem FC Bayern und den „Sechzigern“ fand im Jahr 1902 statt. Der FC Bayern gewann das Spiel mit 3:0. Um den Spielbetrieb auszuweiten, beschloss der Verein 1906 den Übertritt zum Münchner Sport-Club, behielt aber eine gewisse Eigenständigkeit bei, was sich in der Bezeichnung „F.A. Bayern im Münchner SC“ (F.A. = Fußballabteilung) ausdrückte. Infolge der Fusion trat Bayern nun in weißen Hemden und roten Hosen an, diese Farben lösten damit das Blau-Weiß aus der Gründungszeit ab, die Bezeichnung Die Roten war geboren. Auf lokaler Ebene entwickelten sich die „Bayern“ zur unangefochtenen Nummer Eins im Fußball, im Wettbewerb auf süddeutscher Ebene waren sie hingegen weniger erfolgreich. Zu sehr dominierten zu dieser Zeit noch die Mannschaften, die bereits in den 1890er Jahren entlang des Oberrheins zwischen Freiburg und Frankfurt entstanden waren und sich weiterentwickelt hatten, das Fußballgeschehen.

1907 mussten die Bayern unter Präsident Angelo Knorr die Sportanlage an der Karl-Theodor-Straße aufgeben und zum Sportplatz an der Leopoldstraße umziehen. Eingeweiht wurde damit auch die erste Tribüne auf einem Fußballplatz in München. Im Eröffnungsspiel gab es ein 8:1 gegen Wacker München. Bereits 1908 hatte der FC Bayern mehr als 300 Mitglieder, acht Mannschaften und mehr als 100 Jugendspieler. Dies hatte eine Satzungsänderung zur Folge, wodurch Verwaltungsarbeit und der Sportbereich getrennt wurden. Die Spieler hatten dadurch mehr Zeit, sich auf den Sport zu konzentrieren. 1910 konnten sie das erste Mal an der Endrunde zur Süddeutschen Meisterschaft teilnehmen. Am Ende belegte die Mannschaft den 2. Platz hinter dem Karlsruher FV. Im selben Jahr stellten die Bayern mit Max Gablonsky ihren ersten Nationalspieler.

1918 bis 1928 – Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

Während des Ersten Weltkriegs kam der Sport zeitweise zum Erliegen und im Verein und dessen Umfeld gab es ein ständiges Auf und Ab. Erst von der Spielzeit 1919/20 an war in Süddeutschland wieder ein regelmäßiger Ligabetrieb gewährleistet. Im Oktober 1919 traten die Bayern aus dem Münchner SC aus und fusionierten mit dem Turnverein Jahn zum TuSpV Bayern. William Townley wurde erneut als Trainer verpflichtet, womit man die Tradition der englischen Trainer im Verein fortsetzte. Bereits in den Vorkriegsjahren hatten die Bayern mit Coach Taylor, Hoer und Charles Griffith drei Engländer als Trainer, von denen letzterer der erste hauptberufliche Bayerntrainer war.

Im Frühjahr 1924 trennte man sich im Zuge der reinlichen Scheidung wieder vom TuSpV Bayern und trat fortan nur noch als eigenständiger Verein unter dem Namen „FC Bayern München“ auf. Mit dem Schotten Jim McPherson setzten die Bayern erneut auf einen britischen Trainer. 1926 spielten die Bayern um die Süddeutsche Meisterschaft. Die härtesten Konkurrenten kamen damals mit dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg. Fürth, die damals als beste Mannschaft Deutschlands galt, aus Bayern. Das Rückspiel gegen Fürth im Grünwalder Stadion wurde live im Radio übertragen und nach einem dramatischen Spiel gewann der FCB mit 4:3. Die Bayern waren zum ersten Mal Süddeutscher Meister, scheiterten dann aber schon im Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft in Leipzig gegen den SV Fortuna Leipzig 02 mit 0:2. Bereits 1928 gelang mit dem ungarischen Trainer Leo Weisz der Gewinn der zweiten Süddeutschen Meisterschaft. Erneut qualifizierte man sich damit zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, über Siege gegen den FC Wacker Halle und die SpVgg Sülz 07 erreichte der FC Bayern das Halbfinale und feierte damit den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Duisburger Wedaustadion unterlagen die Bayern dem Hamburger SV jedoch deutlich mit 2:8.

1928 bis 1933 – Die erste Meisterschaft

Nach drei gescheiterten Anläufen zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft in den Jahren 1926, 1928 und 1929 hatte man 1932 mehr Erfolg. Der Trainerwechsel von Kálmán Konrád zu Richard Dombi 1930 erwies sich somit im Nachhinein als gute Entscheidung. Das Finale um die Süddeutsche Meisterschaft verlor der FC Bayern gegen die Eintracht aus Frankfurt und ging als Süddeutscher Vizemeister in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Der Reihe nach traf man auf Minerva 1893 Berlin und den Polizei SV Chemnitz, ehe man im Halbfinale dem Erzrivalen aus Franken, dem 1. FC Nürnberg, gegenüberstand. Das Spiel fand in Mannheim statt und die Bayern besiegten den bis dahin fünfmaligen Deutschen Meister mit 2:0. Die Tore erzielten Oskar Rohr und Hans Welker. Im Finale am 12. Juni 1932, das in Nürnberg ausgetragen wurde, traf man erneut auf die Frankfurter Eintracht, gegen die man schon im Finale um die Süddeutsche Meisterschaft unterlegen war. Tausende Bayern-Fans machten sich auf den Weg, darunter auch etwa 400 Arbeitslose mit dem Fahrrad. Im Nachhinein übernahm der Verein die Kosten für diese Fans für Übernachtung und Eintrittskarten. Am Tage des Endspiels herrschten 30 Grad im Schatten und 55.000 Zuschauer sahen das Spiel im Stadion. In der 35. Minute nahm der Frankfurter Hennes Straub auf der Torlinie die Hand zu Hilfe und es gab Elfmeter für den FC Bayern. „Ossi“ Rohr verwandelte sicher zum 1:0. In der zweiten Hälfte drängten die Frankfurter auf den Ausgleich, doch in der 75. Minute erzielte Franz Krumm das entscheidende 2:0 für Bayern. Nach dem Abpfiff hielt der FC Bayern München zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Victoria in der Hand. Zum ersten Mal wurde ein Verein aus München Deutscher Meister und die Mannschaft wurde begeistert in der Landeshauptstadt empfangen. Die Siegesfeier fand im Münchener Löwenbräukeller statt, die Spieler wurden auf Pferdekutschen zur Feier gebracht. In einer der Festreden hieß es, „was man schon im Vorjahr bei 1860 bestimmt gedacht, hat heuer FC Bayern fertig gebracht“.

1933 bis 1945 – Diktatur und Zweiter Weltkrieg

 

 

 

 

Liga und Saison

Platz

Tore

Punkte

Gauliga Bayern 1933/34

3

53:35

27-17

Gauliga Bayern 1934/35

4

49:31

24-16

Gauliga Bayern 1935/36

3

47:26

27- 9

Gauliga Bayern 1936/37

3

49:31

20-16

Gauliga Bayern 1937/38

5

37:29

19-17

Gauliga Bayern 1938/39

7

26:31

17-19

Gauliga Bayern 1939/40

8

21:35

10-26

Sportbereichsliga Bayern 1940/41

7

35:35

21-23

Sportbereichsliga Bayern 1941/42

8

41:40

17-25

Gauliga Südbayern 1942/43

3

52:23

22-14

Gauliga Südbayern 1943/44*

1

56:15

31- 5

Gauliga München/Oberbayern 1944/45**

1

75:15

29- 1

Orange unterlegt: Erster der entsprechenden Gauliga
*Ausscheidungsspiel um die Deutsche Meisterschaft verloren
**Deutsche Meisterschaft wurde nicht ausgespielt (Bayern war bei Abbruch
der Runde vier Spieltage vor Schluss uneinholbar vorne)

1933 konnte der Titel nicht verteidigt werden, nachdem der Verein beide Spiele gegen den TSV 1860 München um die Süddeutsche Meisterschaft verloren hatte. Nach der NS-Übernahme der Regierungsgewalt unter der Führung Adolf Hitlers musste Präsident Kurt Landauer auf Grund seiner jüdischen Abstammung auf politischen Druck hin im selben Jahr zurücktreten. Trainer Dombi, ebenfalls jüdischer Abstammung, wechselte kurz darauf in die Schweiz. Der FC Bayern war, im Gegensatz zum Stadtrivalen 1860 München, bei den neuen Machthabern wegen Landauer und Dombi als „Judenclub“ verpönt, obwohl er bereits am 9. April 1933 in der Stuttgarter Erklärung gemeinsam mit 13 weiteren süddeutschen Fußballvereinen den Ausschluss aller jüdischen Mitglieder ankündigte[9] und mit dem Arierparagraphen in der Vereinssatzung 1935 umsetzte.[10] Erst Anfang 1943 konnte mit Josef Sauter ein NSDAP-Mitglied als Präsident im Verein eingesetzt werden. Die Unterstützung einzelner Spieler für Landauer bei einem Gastspiel in der Schweiz hatte weitere Repressalien zur Folge.[11]

Außerdem verließ auch Oskar Rohr den Verein, um Profispieler bei den Grasshoppers Zürich zu werden. Neuer Trainer wurde Hans Tauchert, der aber nicht an die alten Erfolge anknüpfen konnte und bereits 1934 durch Ludwig Hofmann ersetzt wurde. Hofmann verstarb aber bereits kurze Zeit später an einer Halserkrankung und Richard Michalke übernahm das Amt des Trainers. Damit war die Talfahrt allerdings noch nicht beendet und so stand man im Jahre 1939 kurz vor dem ersten Abstieg in der Geschichte des Vereins, konnte die Klasse jedoch gerade noch halten. Im Verlauf des Krieges wurden die Gauligen weiter regionalisiert, um die Wege für die Vereine für Auswärtsspiele möglichst kurz zu halten. Waren die Bayern anfangs in der Gauliga Bayern, spielten sie anschließend in der Gauliga Südbayern, die durch die Aufteilung der Gauliga Bayern entstand. Kurz vor Ende des Krieges spielte man in der Gauliga München-Oberbayern. Im Jahre 1944 konnten Die Roten wieder eine Süddeutsche Meisterschaft gewinnen und qualifizierten sich so erneut für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Bereits im Achtelfinale verlor man jedoch nach Verlängerung gegen den VfR Mannheim. Am 13. Juli desselben Jahres wurden die Geschäftsstelle und ein Teil des Archivs bei Bombenangriffen zerstört. Im darauffolgenden Jahr qualifizierte man sich unter Spielertrainer Conny Heidkamp erneut für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die Endrunde wurde im Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs jedoch nicht ausgetragen. Da das Stadion an der Grünwalder Straße bei Bombenangriffen 1943 zerstört und erst im August 1945 wieder freigegeben wurde, trug der FC Bayern seine Spiele in diesen Jahren im Dantestadion (1943–1944), auf dem Platz an der Schlierseestraße (1944–1945) und auf dem Sportplatz der Hypobank an der Grünwalder Straße (1945) aus.

1945 bis 1955 – Die Nachkriegszeit

Liga und Saison

Platz

Tore

Punkte

Oberliga 1945/46

6

67:48

34-26

Oberliga 1946/47

11

75:56

36-40

Oberliga 1947/48

4

72:38

50-26

Oberliga 1948/49*

3

61:42

35-25

Oberliga 1949/50

13

56:70

25-35

Oberliga 1950/51

9

64:53

33-35

Oberliga 1951/52

8

53:54

29-31

Oberliga 1952/53

7

59:56

30-30

Oberliga 1953/54

9

42:46

28-32

Oberliga 1954/55

16

42:76

15-45

2. Oberliga Süd 1955/56

2

89:43

46-22

Oberliga 1956/57

10

52:62

26-34

Oberliga 1957/58

7

66:56

30-30

Oberliga 1958/59

4

79:49

39-21

Oberliga 1959/60

3

81:55

39-21

Oberliga 1960/61

8

57:54

30-30

Oberliga 1961/62

3

67:55

40-20

Oberliga 1962/63**

3

67:52

40-20

Regionalliga 1963/64

2

115:61

52-24

Regionalliga 1964/65

1

146:32

55-17

Violett unterlegt: Abstieg in die 2. Oberliga
Orange unterlegt: Aufstieg in die Oberliga Süd
Grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
* Qualifikationsrunde um die Deutsche Meisterschaft verloren
** Nicht für die Bundesliga berücksichtigt

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden alle deutschen Sportvereine durch den Alliierten Kontrollrat aufgelöst und mussten zur Neugründung eine Lizenz beantragen. Spieler des FC Bayern fanden alsbald wieder zusammen, bestritten am 24. Juni 1945 gegen den FC Wacker München das erste Spiel nach Kriegsende und stiegen im November desselben Jahres in den Spielbetrieb der Oberliga Süd ein. Der Neuanfang nach dem Krieg war schwierig, fast jährlich wechselten die Trainer und der sportliche Erfolg hielt sich zunächst in Grenzen. Im Juni 1947 kehrte Kurt Landauer aus dem Exil zurück, wurde wenige Wochen später erneut zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Seine vierte und letzte Amtszeit endete 1951.

Die Mitgliederzahlen des Vereines entwickelten sich in den Nachkriegsjahren positiv. Bald zählte der FC Bayern erneut mehr als 1000 Mitglieder, auch die Jugendabteilungen erlebten regen Zulauf. 1949 erreichte man nochmals die Qualifikationsspiele zur Deutschen Meisterschaft über einen 3. Tabellenplatz in der Oberliga. In der Qualifikation traf man auf den FC St. Pauli, verlor aber im Wiederholungsspiel, das bereits am nächsten Tag ausgetragen wurde, mit 0:2. Danach begann eine längere sportliche Talfahrt des Vereins, die sogar im Abstieg gipfelte. 1954/55 stiegen die Bayern zum ersten und einzigen Male in ihrer Geschichte aus der damaligen obersten Liga ab. Im Folgejahr gelang allerdings der sofortige Wiederaufstieg.

1955 bis 1965 – Der DFB-Pokal und das Warten auf die Bundesliga

Einer der wenigen sportlichen Höhepunkte der 40er und 50er Jahre war der Gewinn des DFB-Pokals. Im Jahr des Wiederaufstiegs wollten die Bayern ursprünglich gar nicht am DFB-Pokal teilnehmen. Man wollte schlicht Reisekosten sparen. Doch der neue Trainer Willibald Hahn forderte unbedingt eine Teilnahme und konnte sich am Ende gegen die Vereinsführung durchsetzen. Nachdem im Halbfinale der 1. FC Saarbrücken mit 3:1 bezwungen wurde, wartete im Finale Fortuna Düsseldorf. Das Finale fand am 29. Dezember 1957 im Augsburger Rosenaustadion vor 42.000 Zuschauern statt, darunter rund 12.000 Bayernfans. Am Tage des Spiels gab es starke Schneefälle und der Boden war mit Schnee bedeckt. Dies schien den Bayern, die als Außenseiter in das Spiel gingen, sehr entgegenzukommen. Von Anfang an dominierte der FC Bayern das Geschehen und die Fortuna hatte es nur ihrem Torwart Albert Görtz zu verdanken, dass das Spiel lange Zeit 0:0 stand. In der 78. Minute gelang es dem überragenden Rudi Jobst nach dreimaligem Anlauf, den Ball im Netz unterzubringen. Nachdem man die restliche Spielzeit unbeschadet überstanden hatte, war mit dem Abpfiff der erste DFB-Pokalsieg in der Geschichte des FC Bayern erreicht.

Nach dem überraschenden Pokalerfolg und dem ersten großen Titel seit 1932 trat wieder die Tristesse der Oberliga ein. Man erreichte nur Platz sieben und es gab neuerlich finanzielle Probleme. Letzteres konnte durch Roland Endler gelöst werden. Der Geschäftsmann aus Neuss, ein großer Fan der Bayern, wurde neuer Präsident und die Finanznöte hatten ein Ende.

Mit dem neuen Trainer Adolf Patek ging es 1958/59 zunächst wieder aufwärts. Mit Platz vier zum Ende der Saison erzielte man das beste Resultat seit zehn Jahren. In der darauffolgenden Saison wurden dem FC Bayern wegen einer sogenannten „Überbezahlung“ der Spieler in der Saison 57/58 vier Punkte abgezogen. Als ursprüngliches Strafmaß waren acht Punkte Abzug vorgesehen, doch ein Einspruch der Bayern brachte eine Strafmilderung. Der Punktabzug führte dennoch dazu, dass der Verein die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasste und am Ende nur auf Platz fünf landete. Einziger Höhepunkt in der Spielzeit 1960/61 war der Sieg im Derby gegen den TSV 1860 München. Nach einem zwischenzeitlichen 2:2 wurden die Löwen am Ende mit 6:2 aus dem Stadion gefegt. Nach einem nur enttäuschenden 8. Platz im Folgejahr musste Trainer Patek seinen Hut nehmen. Für ihn kam Helmut Schneider.

In der Saison 1962/63 nahm der Verein zum ersten Mal an einem renommierten internationalen Wettbewerb teil; im Viertelfinale des Messestädte-Pokals schied man gegen Dinamo Zagreb aus. National ging es für die Bayern darum, sich für die kommende neue Bundesliga zu qualifizieren. Zudem begann am 28. April 1962 eine neue Ära beim FC Bayern: Zunächst nur kommissarisch für ein Jahr übernahm Wilhelm Neudecker das Präsidentenamt des Vereins – es sollten weit mehr als nur das eine werden. Der neue Präsident ließ mit Herbert Erhardt nur eine Neuverpflichtung eines gestandenen Spielers zu, ansonsten durfte Trainer Schneider nur junge Talente an die Isar holen. Einer von ihnen war ein gewisser Sepp Maier. Am 30. Dezember 1962 musste Stammtorhüter Kosar im Angriff aushelfen und Maier gab sein Debüt für den FC Bayern als gerade mal 18-Jähriger. Bayern beendete die Saison auf dem 3. Tabellenplatz hinter dem 1. FC Nürnberg und dem TSV 1860 München. Damit verpasste man nicht nur die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, man erhielt am 11. Mai 1963 auch die Absage vom DFB für die neue Bundesliga. Die Begründung lautete: „Das Gremium war der Auffassung, dass […] es nicht ratsam erscheint, zwei Vereinen am gleichen Ort eine Lizenz für die Bundesliga zu erteilen.“ Somit musste der FC Bayern 1963/64 in der neu geschaffenen Regionalliga antreten. Helmut Schneiders Vertrag war eigentlich schon verlängert, dennoch musste er daraufhin den Verein verlassen.

Für ihn kam Zlatko Čajkovski. Das erklärte Saisonziel war das Erreichen der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Dieses Ziel konnte mit einem zweiten Platz am Ende der Saison auch erreicht werden. Am 6. Juni 1964 besiegte man im ersten Spiel der Aufstiegsrunde den FC St. Pauli mit 4:0. Es war das erste Pflichtspiel des damals erst 18 Jahre alten Franz Beckenbauer.[12][13] In seinem ersten Spiel für die Bayern gelang ihm auch gleich sein erstes Tor. Beckenbauer hatte sich gegen einen Wechsel zum TSV 1860 München und für den FC Bayern entschieden, nachdem er in einem Spiel seines SC München von 1906 gegen den TSV 1860 von einem Gegenspieler geohrfeigt worden war. Dem FC Bayern fehlte am Ende nur ein Punkt zum Aufstieg und es hieß einen neuen Anlauf zu nehmen. Hatten bereits in den beiden Jahren zuvor Maier und Beckenbauer verpflichtet werden können, fehlte jetzt nur noch ein Baustein als Grundlage für die bald folgenden großen Jahre des FC Bayern München. Im Frühjahr 1964 bemühten sich sowohl der FC Bayern als auch der TSV 1860 München um die Dienste des Stürmers Gerd Müller vom schwäbischen Amateurverein TSV 1861 Nördlingen. Während der FC Bayern Müller einen Profivertrag anbot, offerierte der TSV lediglich einen Amateurvertrag über ein Jahr. Der spätere „Bomber der Nation“ nahm das lukrativere Angebot an und wechselte daher im Sommer zum FC Bayern. Čajkovski war gar nicht begeistert von der Verpflichtung des jungen, gedrungenen Stürmers und sagte: „Was soll isch mit dieses Junge, diese Figur, unmöglich.“ Später nannte er ihn liebevoll „kleines dickes Müller“.[14]

Gleich in seinem ersten Spiel am 18. Oktober 1964 traf Müller zum 3:0 gegen den Freiburger FC. Zum Ende der Saison 1964/65 stand man mit einem Rekordtorverhältnis von 146:32 als Meister der Regionalliga Süd fest. Gerd Müller erzielte dabei in 26 Spielen 33 Tore und trug in seiner ersten Saison maßgeblich zur Meisterschaft bei. In der Aufstiegsrunde machte man gegen Tennis Borussia Berlin alles klar. Der Verein gewann mit 8:0 in Berlin und stieg damit in die Bundesliga auf.

1965 bis 1970 – Die ersten Jahre in der Bundesliga

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

1965/66

3

71:38

47-21

26.294

1966/67

6

62:47

37-31

22.353

1967/68

5

68:58

38-30

21.706

1968/69

1

61:31

46-22

25.029

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Vor der ersten Bundesligasaison der Bayern schimpfte Čajkovski, dass er keine fertigen Spieler habe und zufrieden wäre, wenn man die Klasse halten würde. Doch die Mannschaft widerlegte ihn. Auch wenn man am ersten Spieltag im Derby gegen den TSV 1860 mit 0:1 als Verlierer vom Platz ging, so standen die Bayern am vierten Spieltag das erste Mal an der Tabellenspitze der Bundesliga. Zwar konnte diese nicht gehalten werden, aber das Rückspiel gegen den Lokalrivalen TSV 1860 konnte mit 3:0 gewonnen werden, und am Ende belegte man den dritten Tabellenplatz. Es war das einzige Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass beide Vereine aus München am Ende einer Saison unter den ersten Drei standen. Platz drei in der Liga war den Bayern allerdings längst nicht genug. Es gelang ihnen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte, den DFB-Pokal zu holen. Nach einem klasse Spiel gegen den Meidericher SV behielten die Bayern mit 4:2 die Oberhand und brachten den Pokal nach Hause. Sepp Maier sagte nach dem Spiel: „Hoaß war’s, gschwitzt hamma, und gwunna a no. Grad sche war’s!“ 1966 kamen damit sowohl der Meister der Bundesliga als auch der Pokalsieger aus München.

In der nächsten Saison, 1966/67, blieb die Mannschaft nahezu unverändert. Einzig Franz „Bulle“ Roth kam aus Kaufbeuren hinzu, Georg Schwarzenbeck aus dem eigenen Nachwuchs. Nach dem Auftritt im inoffiziellen Messestädte-Pokal spielte der FC Bayern erstmals in einem von der UEFA veranstalteten internationalen Wettbewerb, dem Europapokal der Pokalsieger. Diese Saison des Pokalsiegerwettbewerbs wurde zum ersten großen Triumphzug der Bayern auf europäischer Bühne. Über Tatran Prešov, die Shamrock Rovers, Rapid Wien und Standard Lüttich erreichte der FC Bayern völlig überraschend das Finale, das fast zu einem Heimspiel mutierte, da es in Nürnberg stattfand. An gleicher Stelle hatten die Bayern schon 35 Jahre zuvor den ersten wichtigen Titel für den Verein gewinnen können.

Gegner im Finale waren die Glasgow Rangers, die zuvor im Achtelfinale den Titelverteidiger Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb geworfen hatten. Vor 71.000 Zuschauern erzielte Bulle Roth in der Verlängerung (108. Minute) das 1:0 für die Münchner. Roth hatte zwei Jahre zuvor noch in der C-Klasse beim TSV Bertoldshofen gespielt und erzielte jetzt das entscheidende Tor zum ersten internationalen Titel des FC Bayern München. Nach Borussia Dortmund im Jahr zuvor gewann damit erneut ein deutscher Verein den Pokal der Pokalsieger.

Die reguläre Bundesliga-Saison schloss der FC Bayern zwar nur auf Platz sechs ab, jedoch konnte man den DFB-Pokal erfolgreich verteidigen. Auch dieses Finale fand nicht weit von München entfernt statt. In Stuttgart sahen 68.000 Zuschauer den erneuten Pokaltriumph der Bayern. Mit 4:0, durch Tore von Müller (2), Ohlhauser und Brenninger (je 1), hatte der Hamburger SV mit Uwe Seeler keine Chance.

Dies war der dritte Pokalerfolg innerhalb von zwölf Monaten. Franz Beckenbauer wurde das erste Mal in seiner noch jungen Karriere zum „Fußballer des Jahres“ gewählt. Die darauf folgende Saison 1967/68 war nicht das Jahr der Bayern. Im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger 1967/68 scheiterte man am späteren Sieger AC Mailand, im DFB-Pokal warf der damalige Regionalligist VfL Bochum den Titelverteidiger im Halbfinale aus dem Wettbewerb. Die Bundesliga schloss man nur als Fünfter ab. Viel wichtiger aber war wohl, dass man erstmals in der Geschichte der Bundesliga am Erzrivalen TSV 1860 vorbeizog und zwar sowohl in der Tabelle als auch in der Gunst der Zuschauer in München. War vorher der TSV der größere von beiden Münchner Vereinen, so hat der FC Bayern München ihn jetzt überholt. Und daran änderte sich bis heute nichts.

Tschik Čajkovski verließ 1968 nach fünf erfolgreichen Jahren den Verein Richtung Hannover 96. Für ihn kam Branko Zebec. Mit ihm kamen auch Gustl Starek und Peter Pumm. Beide erwiesen sich in den folgenden Jahren als tragende Säulen seines Konzepts, das auf eine starke Defensive setzte. Gleich in seinem ersten Jahr als Trainer holte Zebec 1969 mit den Bayern das Double aus Meisterschaft und Pokal, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Im Pokalendspiel wurde der FC Schalke 04 mit 2:1 bezwungen, der Verein, dem es 1937 zuletzt gelang, das Double zu gewinnen. Vor dem Spiel nahm Gerd Müller die Ehrung für den „Fußballer des Jahres“ entgegen.

1970 bis 1976 – Auf dem Weg zum Thron Europas

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

1969/70

2

71:29

51-17

23.324

1970/71

2

74:36

48-20

24.088

1971/72

1

101:38

55-13

27.882

1972/73

1

93:29

54-14

33.529

1973/74

1

95:53

49-19

37.588

1974/75

10

57:63

34-34

36.412

1975/76

3

72:50

40-28

32.971

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Am 13. März 1970 löste Udo Lattek den bisherigen Trainer Zebec ab. Mit der Amtsübernahme Latteks begann für den FC Bayern eine neue, noch erfolgreichere Ära. Unter Lattek brachte der FC Bayern die Saison 1969/70 als Zweiter zu Ende. Gerd Müller wurde zum dritten Mal Torschützenkönig der Bundesliga mit der damaligen Rekordtorzahl von 38 Toren in einer Saison. Zudem wurde er Torschützenkönig bei der Fußball-WM 1970 in Mexiko. In diesem Sommer beendete der langjährige Kapitän Werner Olk seine aktive Karriere. Meister wurde Borussia Mönchengladbach vor den Bayern. Die Rivalität zwischen diesen beiden Vereinen sollte kennzeichnend für die 70er Jahre werden. Beide holten in dieser Zeit insgesamt achtmal die deutsche Meisterschaft. Auch in der Folgesaison blieb den Münchnern erneut nur der zweite Platz hinter der Fohlen-Elf aus Gladbach. Belächelte man anfangs die Verpflichtung Latteks, so wurden die Kritiker doch schon früh eines Besseren belehrt. Udo Lattek war bis dahin ohne große Trainererfahrung, doch in seiner ersten vollen Saison als Cheftrainer gewann seine Mannschaft den DFB-Pokal und wurde erneut Vizemeister. Vor dem Pokalfinale bekam Gerd Müller wiederum eine Auszeichnung als Torschützenkönig, diesmal jedoch sogar als bester Torschütze Europas. Im Finale gegen den 1. FC Köln lagen die Bayern schon nach 13 Minuten mit 0:1 zurück ehe Beckenbauer in der 53. Minute ausgleichen konnte. Dem für Franz Roth eingewechselten Edgar Schneider gelang dann in der 118. Minute das Siegtor. Die Bayern hatten damit bereits zum fünften Mal das Pokalfinale erreicht und den DFB-Pokal gewonnen. Noch kein einziges der Endspiele ging verloren. Es sollte aber der vorerst letzte Pokaltriumph der Bayern für eine ganze Dekade sein. Nach Olk in der Vorsaison verließen nun mit Ohlhauser und Starek zwei weitere Leistungsträger den Verein.

Vor Beginn der neuen Spielzeit verpflichtete der Verein zwei neue Spieler, die später noch die Zukunft des FC Bayern maßgebend bestimmen sollten: Uli Hoeneß und Paul Breitner. Beide waren damals gerade 18 Jahre alt. Die Saison 1971/72 wurde für den Verein zum Jahr der Rekorde. Vom ersten Spieltag an blieb man 14 Spiele in Folge ohne Niederlage. Am Ende wurde man mit 55 Punkten und 101 erzielten Toren Meister. 40 Tore davon erzielte allein Gerd Müller. Zudem wurde Borussia Dortmund mit 11:1 vom Platz gefegt. Dies alles war noch nie dagewesen in der noch jungen Geschichte der Bundesliga. Die erwähnten Torrekorde (101 in einer Saison, 40 von Gerd Müller) haben heute noch Bestand. Am 28. Juni 1972 bestritt der FC Bayern München sein erstes Heimspiel im Olympiastadion. Es war gleichzeitig das letzte Spiel der Saison. In einem „Endspiel“ um die Meisterschaft wurde der Tabellenzweite Schalke 04 mit 5:1 geschlagen. Bayern war somit erneut Meister. Die Münchner machten auch in der nächsten Saison da weiter, wo sie in der Vorsaison aufgehört hatten. Vom ersten bis zum letzten Spieltag hieß der Tabellenführer FC Bayern München und wurde mit elf Punkten Vorsprung Meister vor dem 1. FC Köln. Nun war der FCB bereit für höhere Aufgaben in Europa. 1974 verteidigte man zum zweiten Mal hintereinander die Meisterschaft, Gerd Müller wurde zum dritten Mal in Folge Torschützenkönig der Bundesliga und der FC Bayern München bestieg nun zum ersten Mal „Europas Thron“.

In der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister kamen die Bayern dabei erst durch ein Elfmeterschießen im Rückspiel beim schwedischen Meister Åtvidabergs FF eine Runde weiter. Danach kam es zum deutsch-deutschen Duell zwischen dem FC Bayern München und Dynamo Dresden. Zur Halbzeit führte Dynamo mit 3:2 in München, doch die Münchner konnten das Spiel noch drehen und mit 4:3 gewinnen. Somit hatte Dresden eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel. Doch die Roten gingen bereits nach zwölf Minuten durch zwei Tore von Hoeneß mit 2:0 in Führung. Kurz nach der Halbzeitpause gelang den Sachsen allerdings in der 52. Minute der Ausgleich und vier Minuten später sogar der Führungstreffer zum 3:2. Gerd Müller glich jedoch in der 56. Minute zum 3:3-Endstand aus. Die nächsten beiden Runden überstand man relativ leicht gegen ZSKA Sofia und Újpest Budapest und stand im Finale Atlético Madrid gegenüber. Es war kein herausragendes Spiel und die Konsequenz war ein 0:0 nach 90 Minuten. Sechs Minuten vor Ende der Verlängerung gelang Luis Aragonés das 1:0 für Madrid durch einen Freistoß. Der Schiedsrichter hatte die Pfeife schon im Mund, als Georg „Katsche“ Schwarzenbeck den Ball von Beckenbauer zugespielt bekam. Er sah keine Anspielstation im Mittelfeld, Beckenbauer rief nur „Schieß einfach!“ und so hielt er aus 30 Metern einfach aufs Tor: 1:1 in der 120. Minute. Schwarzenbeck ging mit diesem Tor in die Geschichte des Fußballs ein.

Das 1:1 bedeutete nach damaligen Regeln ein Wiederholungsspiel, das nur zwei Tage später an gleicher Stelle stattfinden sollte. In diesem Spiel behielten die Münchner klar die Oberhand und schlugen Atlético mit 4:0. Zum ersten Mal gewann eine deutsche Mannschaft den Pokal der Landesmeister. Dieser Titel bedeutete gleichzeitig den Durchbruch für den FCB als europäische Spitzenmannschaft, nach dem Sieg im Pokal der Pokalsieger 1967 und dem Erreichen der Halbfinals in diesem Wettbewerb in den Jahren 1968 und 1972.

1974 verließ Paul Breitner den FC Bayern in Richtung Real Madrid und es kamen zwei neue Spieler, Klaus Wunder vom MSV Duisburg und ein erst 18-jähriger Stürmer namens Karl-Heinz Rummenigge aus Lippstadt. Rummenigge und Breitner sollten Jahre später als Breitnigge für Furore sorgen. Zunächst aber schied man als beste Mannschaft Europas gegen den MSV Duisburg bereits in der dritten Hauptrunde des DFB-Pokals aus. In der Liga erreichte man nur den zehnten Tabellenplatz. Da es in der Liga nicht lief, kam es zur Winterpause zu einem Krisengespräch zwischen Lattek und Präsident Neudecker. Lattek schilderte das Gespräch später so: „Herr Neudecker, wir müssen etwas ändern.“ worauf Neudecker mit „Sie haben recht. Sie sind gefeuert.“ antwortete. Neuer Trainer wurde Dettmar Cramer.

Mit Cramer konnte zwar auch nicht die Bundesligasaison gerettet werden, aber passend zum 75-jährigen Vereinsjubiläum gewann der FC Bayern erneut den Pokal der Landesmeister. Über den 1. FC Magdeburg, Ararat Eriwan und den AS Saint-Étienne konnte erneut das Finale erreicht werden. Auf den 1. FC Magdeburg hätte man bereits ein paar Tage früher im Europäischen Supercup treffen können, da Magdeburg den Pokal der Pokalsieger 1974 im Mai gegen den AC Mailand gewonnen hatte. Für den Supercup konnte man sich jedoch auf keinen Termin einigen, so dass das Aufeinandertreffen im Pokal der Landesmeister zusätzlich zum Supercup-Ersatz geriet. Ebenso wie im Jahr zuvor gegen Dynamo Dresden tat man sich auch gegen die Magdeburger schwer, kam aber letzten Endes doch eine Runde weiter. In Paris, wo das Finale stattfand, setzten sich die Münchner mit 2:0 gegen Leeds United durch.

Die Saison 1975/76 verlief auch unter Cramer nicht zufriedenstellend; zur Winterpause belegte man nur Platz zehn. Die Spiele um den UEFA Super Cup gegen Dynamo Kiew verlor man ebenfalls. Doch nach der Winterpause lief es besser und der Verein belegte am Ende den dritten Tabellenplatz. Im DFB-Pokal kamen die Bayern bis ins Halbfinale, wo man am Hamburger SV scheiterte. Nach Jeunesse Esch, Malmö FF und Benfica Lissabon standen die Bayern im Halbfinale des Pokals der Landesmeister Real Madrid gegenüber. Das Rückspiel im Olympiastadion war restlos ausverkauft, wollte man doch auch Paul Breitner und Günter Netzer in Diensten von Real sehen. Nach einem 1:1 im Hinspiel gewann man durch zwei Tore von Gerd Müller mit 2:0 und zog zum dritten Mal in Folge ins Finale ein. Dort trafen die Münchner auf den AS Saint-Étienne. Franz Roth zeichnete sich schon wie im Vorjahr als Torschütze im Finale aus, diesmal jedoch gleich als Goldtorschütze: Sein 1:0 in der 57. Minute war das Einzige in der gesamten Partie und zum dritten Mal war der FC Bayern Gewinner des Landesmeisterpokals. Dieses war zuvor nur den Königlichen aus Madrid (fünfmal in Folge) und Ajax Amsterdam von 1971 bis 1973 gelungen.

1976 bis 1979 – Der FC Bayern im Umbruch

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

1976/77

7

74:65

37-31

31.550

1977/78

12

62:64

32-36

30.910

1978/79

4

69:46

40-28

34.153

Nach den Jahren der internationalen Triumphe befand sich die Mannschaft im Umbruch. Einer der letzten großen Höhepunkte war der Gewinn des Weltpokals im Dezember 1976. Als erste deutsche Mannschaft holte man den Pokal gegen Cruzeiro Belo Horizonte, während man den Supercup erneut verlor, diesmal gegen den RSC Anderlecht. Franz Beckenbauer wurde zum Fußballer Europas gewählt und verließ zum Ende der Saison den FC Bayern in Richtung Cosmos New York. In der Liga wurde man nur Siebter und erlebte eine der bittersten Heimpleiten der Geschichte, als man mit 0:7 gegen den FC Schalke 04 verlor. 65 Gegentore in einer Spielzeit bedeuten den absoluten Negativrekord für die Münchner.

Im Dezember 1977 machte der Verein ein Tauschgeschäft mit Eintracht Frankfurt: Cramer wechselte an den Main, im Gegenzug kam Gyula Lóránt an die Isar. Bayern wurde nur Tabellenzwölfter, die schlechteste Platzierung der Bundesligageschichte des Vereins. Zum Ende der Saison kehrte Paul Breitner für 1,75 Millionen Mark von Eintracht Braunschweig zurück nach München. Gyula Lóránt wurde bereits im Dezember 1978 beurlaubt und sein bisheriger Co-Trainer Pál Csernai übernahm das Amt des Trainers. Als Nachfolger war Max Merkel im Gespräch, doch die Mannschaft sprach sich gegen ihn aus. Gerd Müller folgte Franz Beckenbauer 1979 in die USA, Uli Hoeneß wechselte nach Nürnberg und der langjährige Präsident Neudecker trat nach 17 Jahren Amtszeit ab; neuer Präsident wurde Hoffmann. Einziger Lichtblick in den unruhigen Zeiten war das neugeschaffene Duo Rummenigge und Breitner, auch Breitnigge genannt. Alleine 26 der erzielten 69 Tore gingen auf das Konto der beiden. Im April 1979 kehrte Uli Hoeneß zum FC Bayern zurück und wurde, obwohl gerade erst 27 Jahre alt, Manager des Vereins.

1979 bis 1991 – Der Erfolg kommt zurück

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

1979/80

1

84:33

50-18

39.579

1980/81

1

89:41

53-15

36.412

1981/82

3

77:56

43-25

33.372

1982/83

4

74:33

44-24

31.324

1983/84

4

84:41

47-21

30.794

1984/85

1

79:38

50-18

32.765

1985/86

1

82:31

49-19

27.265

1986/87

1

67:31

53-15

37.471

1987/88

2

83:45

48-20

28.034

1988/89

1

67:26

50-18

30.353

1989/90

1

64:28

49-19

36.235

1990/91

2

74:41

45-23

35.833

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Im Juli 1979 erreichte den Verein die nächste Hiobsbotschaft: Sepp Maier verletzte sich bei einem Autounfall so schwer, dass die Katze von Anzing, wie er auch genannt wurde, seine Karriere frühzeitig beenden musste. Mit 35 Jahren hatte er 473 Bundesligaspiele bestritten, alle für den FC Bayern, davon 442 Spiele in Folge. Maiers Nachfolger wurde Walter Junghans. Auch der letzte Große der 70er-Ära musste seine Karriere frühzeitig beenden: Katsche Schwarzenbeck bestritt am 18. August 1979 sein letztes Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04. Er zog sich eine Achillessehnenverletzung zu, die ihn zwang, seine Karriere zu beenden. Schwarzenbeck bestritt 416 Bundesligaspiele für die Bayern, in denen er 16 Tore erzielte. Andere Spieler rückten dafür ins Rampenlicht: Klaus Augenthaler, inzwischen Stammspieler, Dieter Hoeneß, der vom VfB Stuttgart an die Isar kam, und natürlich Karl-Heinz Rummenigge. Letzterer wurde 1979 zum Fußballer Europas gewählt.

Im DFB-Pokal schied man blamablerweise gegen die SpVgg Bayreuth schon in der dritten Hauptrunde aus. Als Vierter des Vorjahres in der Bundesliga startete man im UEFA-Pokal, erreichte dort das Halbfinale und unterlag dort abermals im deutsch-deutschen Duell der Eintracht aus Frankfurt trotz eines 2:0 im Hinspiel. Bereits im Jahr zuvor war man im Achtelfinale des UEFA-Pokals gegen Eintracht Frankfurt ausgeschieden. In der Rückrunde der Bundesliga lieferten sich die Bayern ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem HSV. Erst am letzten Spieltag kam es zur Entscheidung über die Meisterschaft. Bayern München gewann zu Hause im Olympiastadion gegen Eintracht Braunschweig mit 2:1 durch Tore von Breitner und Rummenigge. Seit dem Gewinn des Weltpokals 1976 konnte nun der erste Titel für die Bayern und zugleich die erste Meisterschaft seit sechs Jahren gefeiert werden. Der 1977/78 eingeleitete Umbruch war abgeschlossen und die Bayern fanden in die Erfolgsspur zurück.

1980/81 konnte der FC Bayern München erstmals wieder seinen Meistertitel verteidigen, wobei das Duo Breitnigge insgesamt 46 Tore erzielte. Im Pokal der Landesmeister gelangte man bis ins Halbfinale und eliminierte dabei u. a. Ajax Amsterdam. Auch im Halbfinale verlor man kein Spiel gegen den FC Liverpool, musste aber wegen der Auswärtstorregel nach dem 1:1 im Rückspiel in München die Segel streichen. Die Reds aus Liverpool holten im Finale ihren dritten Pokal der Landesmeister. In der dritten Hauptrunde des DFB-Pokals war erneut Endstation. Diesmal war es der 1. FC Kaiserslautern, der die Bayern früh stoppte.

Doch im folgenden Jahr holte der Verein elf Jahre nach dem letzten Sieg zum sechsten Mal den Pokal an die Isar. Das Finale im Frankfurter Waldstadion war eines der außergewöhnlichsten in der Geschichte dieses Wettbewerbs, denn Dieter Hoeneß spielte es trotz einer Kopfverletzung, die er sich im Spiel zuzog, mit Kopfverband zu Ende. Die Bayern lagen zur Halbzeit bereits mit 0:2 gegen den Erzrivalen aus Franken, dem 1. FC Nürnberg, zurück. Nach einem Kopfballduell mit Alois Reinhardt zog sich Hoeneß die schwere Kopfverletzung zu, die zunächst nur notdürftig verbunden wurde. In der Halbzeitpause redete sein Bruder Uli ihm zu, er solle die Zähne zusammenbeißen, denn man würde ihn brauchen. Daraufhin ließ Dieter Hoeneß die Wunde ohne Narkose nähen und erschien zur zweiten Halbzeit wieder auf dem Rasen. Der FC Bayern drehte das Spiel noch und Dieter Hoeneß gelang dabei sogar in der 89. Minute das entscheidende Tor zum 4:2 per Kopf. Auch im Europapokal war man wieder erfolgreicher und gelangte ins Finale des Pokals der Landesmeister, unterlag dort jedoch Aston Villa mit 0:1 trotz einer klaren Dominanz im Spielverlauf. In der Meisterschaft machten der HSV und der 1. FC Köln den Titel unter sich aus. Es blieb nur der 3. Platz für die Münchner, nachdem man am Bökelberg gegen Gladbach mit 0:3 unterlag.

Im Juli 1983 kehrte Udo Lattek als Trainer nach München zurück. Pal Csernai wurde drei Spieltage vor Ablauf der Saison 1982/83 wegen Erfolglosigkeit entlassen. Der FC Bayern konnte diesmal keinen Titel holen und kam auch in kein Finale. So scheiterte man im Pokal der Pokalsieger an der Mannschaft von Alex Ferguson, dem FC Aberdeen, der später auch den Titel holte. In der Bundesliga belegte man nur Platz vier. Zum Saisonende beendete mit Paul Breitner erneut einer der Großen seine Karriere. Mit Jean-Marie Pfaff wurde jedoch auch schon ein neuer Publikumsliebling verpflichtet. Am 33. Spieltag gegen Schalke gab Michael Rummenigge, der Bruder von Karl-Heinz, seinen Einstand bei den Bayern. Unter Lattek folgten nun erneut sehr erfolgreiche Jahre. Die Mannschaft erreichte unter seiner Leitung dreimal hintereinander das Pokalfinale und musste sich nur 1985 Bayer Uerdingen geschlagen geben. Das Finale 1984 gegen Borussia Mönchengladbach musste im Elfmeterschießen entschieden werden. Ausgerechnet Lothar Matthäus, der zur folgenden Spielzeit an die Isar wechselte, verschoss den ersten Elfmeter für Gladbach.

Erreichten die Bayern 1985 noch das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger, standen sie 1987 wieder im Finale des Pokals der Landesmeister. Dort traf man in Wien auf den FC Porto, der als Außenseiter in die Partie ging. Bis zur 78. Minute führten die Bayern mit 1:0 durch ein Tor von Ludwig Kögl, ehe Rabah Madjer durch ein sensationelles Hackentricktor der Ausgleich gelang. Nur zwei Minuten später folgte das 2:1 des FC Porto und der FC Bayern verpasste erneut die Chance auf den Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Die Meisterschaft konnte man in den Jahren 1985 bis 1987 gleich dreimal in Folge gewinnen. Mit dem Gewinn der Meisterschaft 1986 löste man den 1. FC Nürnberg als Rekordmeister Deutschlands ab, wobei den Bayern in der Saison 1984/85 das seltene Kunststück gelang, vom ersten bis zum letzten Spieltag Tabellenführer der Bundesliga zu sein. Udo Lattek nahm zum Ende der Saison 1986/87 seinen Hut und verabschiedete sich zum letzten Male von den Bayern. In seinen zwei Amtszeiten als Trainer des FC Bayern München gewann er insgesamt sechs Meisterschaften, dreimal den DFB-Pokal und einmal den Landesmeisterpokal.

Auf Udo Lattek folgte Jupp Heynckes als Trainer bei den Bayern. In seiner ersten Saison als verantwortlicher Trainer sprang am Ende Platz zwei hinter Werder Bremen heraus. Es folgte erneut ein Umbruch in der Mannschaft, wobei fünf Nationalspieler den Verein verließen. Matthäus und Brehme gingen zu Inter Mailand, und Jean-Marie Pfaff verließ den Verein in Richtung Lierse SK. Pfaff hatte 156 Bundesligaspiele für die Bayern absolviert. Nachfolger von Pfaff wurde der damals 25-jährige Raimond Aumann. Neu verpflichtet wurden u. a. Stefan Reuter, Olaf Thon und Roland Grahammer. So klappte es dann für Heynckes mit der Meisterschaft im zweiten Anlauf und Roland Wohlfarth wurde mit 17 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga. Im DFB-Pokal war man dagegen nicht so erfolgreich und schied bereits in der dritten Runde gegen den Karlsruher SC aus. Im UEFA-Pokal erreichte man immerhin das Halbfinale. Dort scheiterten die Münchner am späteren Pokalsieger SSC Neapel mit dem damaligen Weltstar Diego Armando Maradona. In besserer Erinnerung aus jener Europapokalsaison 1988/89 dürfte jedoch das Achtelfinalrückspiel bei Inter Mailand sein. Nach einem 0:2 im Hinspiel schafften die Bayern das „Wunder von Mailand“ und gewannen das Rückspiel mit 3:1. Ebenfalls legendär war das Streitgespräch zwischen Christoph Daum, dem Trainer des Titelkonkurrenten 1. FC Köln, mit Uli Hoeneß und Jupp Heynckes im ZDF-Sportstudio, bei dem es vor allem um die von den Münchnern als beleidigend empfundenen Äußerungen von Daum ging, z. B. dass eine Wetterkarte interessanter sei als ein Gespräch mit Heynckes.[15]

Für die Saison 1989/90, die ähnlich verlief wie die vorherige Saison, kamen sieben neue Spieler hinzu. Der Meistertitel wurde erfolgreich verteidigt, im DFB-Pokal schied der FC Bayern im Achtelfinale beim VfB Stuttgart aus und im Europapokal der Landesmeister wurde das Halbfinale erreicht, wo man am AC Mailand scheiterte. Das „Tor des Jahrzehnts“ gelang Klaus Augenthaler als er im Pokalspiel bei Eintracht Frankfurt aus 48,90 Metern das entscheidende 1:0 erzielte. Mit Augenthaler, Kohler, Pflügler, Reuter, Thon und Aumann fuhren gleich sechs Bayernspieler zur WM 1990 und kamen als Weltmeister zurück.

Die 1990er Jahre begannen für die Bayern wie die 80er Jahre endeten. Mit dem Halbfinale im Pokal der Landesmeister erreichte der Verein zum dritten Mal in Folge die Runde der letzten Vier in einem Europapokalwettbewerb. Dies gelang zuletzt fast zehn Jahre zuvor, von 1980 bis 1982. Nach dem SSC Neapel und dem AC Mailand in den Jahren zuvor war diesmal Roter Stern Belgrad Endstation. Dabei schied die Mannschaft knapp und unglücklich aus. Bis zur 90. Minute des Rückspiels führte man mit 2:1 und wäre somit in der Verlängerung gewesen. Doch einen Flatterball von Klaus Augenthaler auf das eigene Tor vermochte Raimond Aumann nicht festzuhalten und mit einem 2:2 zog Roter Stern ins Finale ein. Im DFB-Pokal setzte es ein peinliches 0:1 in der ersten Runde bei den Amateuren vom FV 09 Weinheim, in der Liga wurde man Vizemeister hinter dem 1. FC Kaiserslautern.

1991 bis 1998 – Lange Suche nach dem richtigen Trainer mit vereinzelten Erfolgen

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

1991/92

10

59:61

36-40

32.526

1992/93

2

74:45

47-21

46.059

1993/94

1

68:37

44-24

48.176

1994/95

6

55:41

43-25

54.176

1995/96

2

66:46

62

59.353

1996/97

1

68:34

71

58.059

1997/98

2

69:37

66

54.412

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Zur Saison 1991/92 wechselten Kohler und Reuter zu Juventus Turin. Zwar erhielten die Bayern allein für Kohler rund 15 Millionen Mark an Ablöse,[16] doch der sportliche Verlust wog schwer; der vom AS Rom verpflichtete Thomas Berthold erwies sich nicht als gleichwertiger Ersatz. Klaus Augenthaler hatte zudem seine Karriere beendet, in der er 404 Bundesligaspiele für den FC Bayern absolvierte und siebenmal Meister und dreimal Pokalsieger wurde.[17] Raimond Aumann und Brian Laudrup erlitten beide einen Kreuzbandriss. Die Mannschaft bestand nur noch aus einem Gerippe. Für Aumann und den ebenfalls ausgefallenen Ersatztorwart Sven Scheuer wurde kurzfristig Toni Schumacher verpflichtet, der in acht Bundesligaspielen vor der Winterpause 91/92 für die etatmäßige Nummer 1 das Bayerntor hütete.

Nach dem Zweitrundenaus im Pokal gegen den FC Homburg und einer 1:4-Heimniederlage gegen die Stuttgarter Kickers war der Druck der Öffentlichkeit so groß, dass der Verein Jupp Heynckes am 8. Oktober 1991 entließ. Laut Raimond Aumann hatten die Spieler Tränen in den Augen, als sich Heynckes von ihnen verabschiedete.[18] Uli Hoeneß, der mit Jupp Heynckes befreundet ist und die Entscheidung der Entlassung mitgetragen hatte, sagte Jahre später mehrmals, dass es seine größte Fehlentscheidung gewesen sei.[19]

Betrachtet man die vier Jahre unter Heynckes mit zwei Vizemeisterschaften, zwei Meisterschaften und dem dreimaligen Erreichen des Halbfinals im Europapokal, kann man sicher von einer erfolgreichen Trainerära sprechen. Der öffentliche Druck, der letzten Endes zur Entlassung Jupp Heynckes' führte, deutete bereits damals auf die gestiegenen Ansprüche des Vereins, der Fans und der Medien in München hin. Eine Dekade später sollten Trainer trotz zweier Doubles entlassen werden.

Nachfolger von Heynckes wurde Søren Lerby, der von 1983 bis 1986 89 Spiele für den FC Bayern absolviert hatte. Doch auch Lerby vermochte das Ruder nicht herumzureißen und so setzte es im Europapokal sogar eine der deftigsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte. In der 2. Runde des UEFA-Pokals wurden die Bayern von B 1903 Kopenhagen mit 6:2 deklassiert. Am Ende belegten die Bayern nur Platz zehn in der Bundesliga und qualifizierten sich das erste Mal seit 1979 nicht für einen internationalen Wettbewerb. Im März 1992 wurde Erich Ribbeck als neuer Trainer und Nachfolger von Lerby verpflichtet. Zudem investierte der Verein im Sommer insgesamt 23,5 Millionen Mark in neue Spieler, für damalige Verhältnisse eine unglaubliche Summe. Allerdings verließen Stefan Effenberg und Brian Laudrup den Verein für 17 Millionen gemeinsam zum AC Florenz. Lothar Matthäus kehrte im Gegenzug nach vier Jahren in Italien an die Isar zurück. Dazu kamen Spieler wie Thomas Helmer, Mehmet Scholl und Jorginho. 32 Spieltage blieb der FC Bayern auf Platz eins der Tabelle und wurde am Ende doch nur Zweiter hinter Werder Bremen.

1994 holten die Münchner endlich den 13. Meistertitel. Zuvor war in der Winterpause Trainer Ribbeck entlassen worden, und der damalige Vizepräsident Franz Beckenbauer übernahm zum ersten Mal den Trainerposten bei seinen Bayern.

Zur neuen Spielzeit 1994/1995 wurde Giovanni Trapattoni als Trainer verpflichtet, der jedoch nur ein Jahr an der Isar blieb. Die Sprachprobleme waren zu groß. Als neuer Torhüter stieß Oliver Kahn zu den Bayern, der später zu einer Ikone in München wurde. Im Herbst 1994 löste Franz Beckenbauer den seit 1985 amtierenden Fritz Scherer als Präsidenten des Gesamtvereins ab. In der Meisterschaft wurde der FC Bayern nur Sechster, doch konnte unter dem „Mister“ Trapattoni immerhin das Halbfinale des zwischenzeitlich in UEFA Champions League umbenannten Landesmeisterpokals erreicht werden, wo man gegen den späteren Gewinner Ajax Amsterdam allerdings chancenlos war. Wie schon 1990 leistete man sich im DFB-Pokal einen blamablen Ausrutscher in Runde eins. Diesmal hieß der Gegner Vestenbergsgreuth, gegen den man in Nürnberg mit 0:1 unterlag. Durch den Pokalsieg von Borussia Mönchengladbach gelangte der FC Bayern trotz des sechsten Tabellenplatzes doch noch ins internationale Geschäft und konnte in der Folgesaison am UEFA-Pokal teilnehmen. Franz Beckenbauer bezeichnete darauf hin den Wettbewerb als „Cup der Verlierer“.

Mit Otto Rehhagel kam in der Folgesaison ein renommierter Trainer an die Isar, der zuvor 14 Jahre lang den SV Werder Bremen trainiert hatte. Doch trotz Platz zwei in der Liga und des Einzugs ins Endspiel des UEFA-Pokals musste Rehhagel am 27. April 1996 seinen Posten räumen. Franz Beckenbauer nahm erneut Platz auf der Bank, doch es blieb in der Bundesliga beim zweiten Platz hinter Borussia Dortmund. Er gewann jedoch die beiden UEFA-Pokal-Endspiele gegen Girondins Bordeaux. Beckenbauer hatte damit den Europapokal der Pokalsieger, den Pokal der Landesmeister, den Weltpokal, die Europa- und die Weltmeisterschaft als Spieler und die WM und den UEFA-Pokal als Trainer gewonnen. Einzig den europäischen Supercup gewann er nie. Jürgen Klinsmann, der vor der Saison von Tottenham Hotspur nach München gewechselt war, stellte in dieser UEFA-Pokal-Saison mit 15 Turniertreffern einen neuen Rekord auf, der erst 2011 von Radamel Falcao eingestellt wurde.[20]

Zur neuen Saison kehrte Giovanni Trapattoni an die Isar zurück und wurde mit dem FC Bayern Deutscher Meister der Saison 1996/97. Es war sein erster Titel außerhalb Italiens. 1998 holte er mit den Bayern den DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg. Der DFB-Pokalsieg 1998 war zugleich der erste Pokalsieg des Vereins seit nunmehr zwölf Jahren. Nach diesem Erfolg verließ der Italiener die Münchner zum zweiten Mal. Unvergessen blieb dabei seine bekannte Wutrede nach einem 0:1 gegen Schalke am 10. März 1998 in einer Pressekonferenz.

1998 bis 2008 – Nationale Dominanz, Champions-League-Sieg 2001

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

1998/99

1

76:28

78

53.765

1999/2000

1

73:28

73

52.588

2000/01

1

62:37

63

48.471

2001/02

3

65:25

68

52.765

2002/03

1

70:25

75

51.588

2003/04

2

70:39

68

55.471

2004/05

1

75:33

77

53.294

2005/06

1

67:32

75

67.641

2006/07

4

55:40

60

68.647

2007/08

1

68:21

76

69.000

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Zur Saison 1998/99 kam der Meistermacher der Dortmunder Borussia, Ottmar Hitzfeld, der im Vorjahr noch als Sportdirektor der Dortmunder gearbeitet hatte, als Trapattoni-Nachfolger nach München. Mit Hitzfeld kehrte auch Stefan Effenberg an die Isar zurück, der bereits von 1990 bis 1992 für den FC Bayern gespielt hatte. Er wurde in den nächsten Jahren zu Hitzfelds verlängertem Arm in der Mannschaft. Unter dem neuen Trainer wurde man auf Anhieb Meister. Dabei hatte man am Ende 15 Punkte Vorsprung auf den Vizemeister Bayer Leverkusen und das Triple schien möglich.

Die Meisterschaft bereits gesichert, stand man am 26. Mai 1999 im Champions-League-Finale in Barcelona der Mannschaft von Manchester United gegenüber, gegen die man in der Gruppenphase zweimal unentschieden gespielt hatte. Bereits in der 6. Minute gingen die Bayern durch ein Tor von Mario Basler mit 1:0 in Führung. Der FC Bayern war auch im weiteren Verlauf des Spiels überlegen und hätte sowohl durch Mehmet Scholl als auch durch Carsten Jancker die Führung weiter ausbauen können. Beide trafen jedoch nur den Torpfosten beziehungsweise die Latte. In der 80. Minute ließ sich Lothar Matthäus, bis dahin einer der besten Spieler auf dem Platz, auf eigenen Wunsch auswechseln. Die Mannschaft hielt das 1:0 bis zur Nachspielzeit, dann gelang es Manchester durch Tore von Sheringham und Solskjær, das Spiel innerhalb von zwei Minuten noch zu drehen. Dieses Champions-League-Finale ging als eines der denkwürdigsten in die Geschichte ein, und noch heute wird über die Auswechslung von Matthäus kontrovers diskutiert.

Zweieinhalb Wochen später war Matthäus erneut die tragische Figur, als es im DFB-Pokal-Endspiel gegen Werder Bremen nach Verlängerung 1:1 stand und das Elfmeterschießen entscheiden musste. Den letzten Elfmeter schoss Matthäus, doch Werder-Torwart Rost hielt und somit ging dieses Elfmeterschießen mit 4:5 verloren. Es war das erste Mal, dass der FC Bayern gleich zwei Endspiele in einer Saison verlor.

Wie fast jedes Jahr gab es auch zur Saison 1999/2000 Neuzugänge und Veränderungen beim FC Bayern. So kamen der damals 17-jährige Roque Santa Cruz, Patrik Andersson und Paulo Sérgio neu zum Verein, Thomas Helmer, Ali Daei und später Mario Basler verließen ihn. Die Saison verlief durchaus erfolgreich. Bayern wurde zum 16. Mal Meister, gewann zum 10. Mal den DFB-Pokal (in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels wurde Werder Bremen mit 3:0 besiegt) und erreichte das Halbfinale der Champions League, wo man gegen Real Madrid ausschied, gegen die man in der Gruppenphase noch zweimal gewinnen konnte. Zudem feierte der Verein im Frühjahr 2000 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Zu diesem Anlass wurde ein Einladungsturnier mit Real Madrid, Manchester United und Galatasaray Istanbul ausgetragen, das der FC Bayern gewinnen konnte.

Die Entscheidung in der Meisterschaft fiel erst am letzten Spieltag. Seit dem 30. Spieltag der Saison hatte Bayer 04 Leverkusen die Tabelle der Bundesliga angeführt. Nach dem 33. Spieltag betrug der Vorsprung drei Punkte. Ein Unentschieden bei der SpVgg Unterhaching hätte der Elf um Trainer Christoph Daum für den ersten Titelgewinn selbst bei einem Sieg der Bayern gegen Werder Bremen gereicht. Doch es kam anders. Bayern erledigte seine Aufgabe zu Hause und gewann mit 3:1. Gleichzeitig gelang es nur wenige Kilometer entfernt den Leverkusenern nicht, den einen Punkt unter Dach und Fach zu bringen. Leverkusen verlor mit 0:2 beim Aufsteiger aus dem Vorort Münchens – Michael Ballack schoss dabei ein Eigentor zum 0:1 – und die Meisterschaft ging an den FC Bayern.

In der Saison 2000/01 gelang es dem FC Bayern, den Titel in der Bundesliga zu verteidigen. Das Finale um die Meisterschaft war eines der denkwürdigsten in der Geschichte der Bundesliga. Am 33. Spieltag verlor der FC Schalke 04 die Tabellenführung an die Bayern, die dadurch drei Punkte Vorsprung, aber das schlechtere Torverhältnis aufwiesen. Der FC Schalke gewann sein letztes Spiel gegen Unterhaching mit 5:3. Zeitgleich blieb die Partie der Bayern in Hamburg lange torlos, doch in der 90. Minute ging der HSV durch einen Kopfball von Sergej Barbarez mit 1:0 in Führung, was die Meisterschaft für die Königsblauen bedeutet hätte. Während die Schalker bereits auf den Platz des Parkstadions stürmten und feierten, wurden auf der Leinwand die letzten Minuten aus Hamburg übertragen. Weil Mathias Schober, Torhüter des HSV, in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Rückpass aufgenommen hatte, gab es noch einen letzten indirekten Freistoß für den FC Bayern, den Patrik Andersson durch die Mauer zum 1:1-Endstand ins Tor schoss und damit den FC Bayern zum Meister machte.

Nur vier Tage nach dieser dramatischen Meisterschaftsentscheidung gelang es dem FC Bayern 25 Jahre nach dem letzten Sieg im Europapokal der Landesmeister und zwei Jahre nach dem dramatischen Endspiel in Barcelona, diesen Pokal zum vierten Mal zu gewinnen. Nachdem man Arsenal London, Manchester United und Real Madrid ausgeschaltet hatte, standen die Bayern im Finale der Champions League in Mailand dem FC Valencia gegenüber und siegten nach einer knappen Partie mit 5:4 im Elfmeterschießen. Der Held der Partie war Torhüter Oliver Kahn, der insgesamt drei Elfmeter parierte.

Die Saison 2001/02 verlief zunächst weniger erfolgreich. Schon die ersten Entscheidungen konnte der FC Bayern nicht für sich entscheiden. Man verlor im Ligapokal und im europäischen Supercup in Monaco mit 2:3 gegen den FC Liverpool. Am 27. November 2001 wurde in Tokio mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen die Boca Juniors zum zweiten Mal nach 1976 der Weltpokal gewonnen. Schütze des Siegtores war Samuel Kuffour. Dies sollte jedoch der einzige Titel der Saison bleiben. In der Bundesliga erreichte man hinter Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen nur Platz drei, in der Champions League war im Viertelfinale gegen Real Madrid und im DFB-Pokal im Halbfinale bei Schalke 04 Schluss.

Für Stefan Effenberg, der die Bayern verließ, wurden zur Saison 2002/03 die Mittelfeldstars Michael Ballack, Zé Roberto und Sebastian Deisler verpflichtet. In der Champions-League-Saison 2002/03 konnten die Bayern allerdings aus sechs Spielen nur zwei Punkte erringen und schieden blamabel bereits nach der Vorrunde aus. In der Bundesliga lief es dann erfolgreicher und Bayern erreichte am Ende mit einem Vorsprung von 16 Punkten auf den zweitplatzierten VfB Stuttgart die erneute Meisterschaft. Zudem gelang der Sieg im DFB-Pokal. Mit 3:1 besiegte man im Finale den 1. FC Kaiserslautern und erreichte so erneut das Double. In der Saison gab Bastian Schweinsteiger seinen Einstand bei den Profis des FC Bayern beim Champions-League-Heimspiel gegen den RC Lens. Im Frühjahr 2003 kam mit der Kirch-Affäre der wohl größte Skandal der Vereinsgeschichte ans Licht.

Im Sommer 2003 wechselte Roy Makaay für die damalige Rekordsumme von 18,7 Millionen Euro zum FC Bayern München, außerdem schloss sich Martín Demichelis der Mannschaft an. In der Saison 2003/04 waren die Münchner gegen den blendend aufspielenden späteren Meister Werder Bremen mit einem starken Aílton jedoch nicht in der Lage, den Titel zu verteidigen. So blieb am Ende als Zweiter immer noch die direkte Qualifikation zur Champions League im darauf folgenden Jahr. 2003/04 reichte es dort nur zum Achtelfinale, in dem man wie zwei Jahre zuvor gegen Real Madrid ausschied. Im DFB-Pokal war im Viertelfinale bei Alemannia Aachen Endstation. Zum Ende der Saison löste der FC Bayern den Vertrag mit Trainer Hitzfeld, der noch bis Mitte 2005 datiert war, vorzeitig auf. Beim Fernsehsender Sport1 gab Hitzfeld 2011 bekannt, dass er den Verein von sich aus verlassen hatte, da er kurz vor einem Burnout gestanden habe.

Für Hitzfeld kam in der Folgesaison Felix Magath vom VfB Stuttgart. Mit ihm kam der an die Schwaben ausgeliehene Philipp Lahm zurück an die Säbener Straße. Zudem gelang es den Bayern, Lúcio von Bayer Leverkusen für die neue Saison zu verpflichten. Der neue Trainer hatte auf Anhieb Erfolg mit den Bayern. So gelang es 2004/05 erneut, das Double zu holen. In der Bundesliga zog man zum Ende der zweiten Saisonhälfte einsam seine Kreise und hatte zum Schluss 77 Punkte auf dem Konto und 14 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten, den FC Schalke 04, der die Bayern in der Bundesligasaison zweimal schlagen konnte. Beide Mannschaften standen sich auch im Finale des DFB-Pokals gegenüber, das die Münchner etwas glücklich aber verdient mit 2:1 für sich entscheiden konnten. In der Champions League mussten die Bayern im Viertelfinale gegen den FC Chelsea die Segel streichen. Zum Ende der Saison bestritt man das letzte Bundesligaspiel im Olympiastadion. Die Begegnung wurde 6:3 gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen und so endete die Ära in diesem Stadion mit der deutschen Meisterschaft, wie sie schon 1971/72 begonnen hatte.

Mit der neuen Saison zogen die Bayern in die neu gebaute Allianz Arena um. Und diese wurde so erfolgreich fortgesetzt, wie die Vorsaison endete. In seiner zweiten Saison beim FC Bayern schaffte Magath dabei ein Novum. Unter ihm gelang es dem FC Bayern, als erste deutsche Mannschaft im Fußball der Männer das Double zu verteidigen. Dabei setzte man sich in der Bundesliga am Ende vor Werder Bremen und dem HSV durch. Im Endspiel um den DFB-Pokal bezwang man Eintracht Frankfurt mit 1:0 durch ein Tor von Claudio Pizarro. In der Champions League war im Achtelfinale Schluss. Dabei war man nach einem 1:1 im Hinspiel gegen den AC Mailand im Rückspiel in Italien chancenlos und verlor mit 1:4. Ende der Saison lief der Vertrag von Michael Ballack aus. Bayern machte ihm ein Angebot über 36 Millionen Euro für einen neuen vier Jahre laufenden Vertrag, doch nach langer Überlegung lehnte der Nationalspieler ab und wechselte ablösefrei zum FC Chelsea. Nach der Saison beendete Bixente Lizarazu seine Karriere beim FC Bayern.

Für die Saison 2006/07 wurde kein neuer Spielmacher geholt. Allerdings konnten Lukas Podolski und Mark van Bommel verpflichtet werden. Die dritte Saison beim FC Bayern verlief für Magath dann weniger erfolgreich. Wie drei Jahre zuvor scheiterte man dieses Mal schon im Pokal-Achtelfinale an Alemannia Aachen. Zudem drohte man in der Bundesliga, nur auf Platz vier liegend, die Qualifikation zur Champions League zu verpassen. Deshalb reagierte man beim FC Bayern und holte einen alten Bekannten als Trainer zurück. Am 31. Januar 2007 wurde Felix Magath nach zwei Double-Gewinnen in Folge durch seinen Vorgänger Ottmar Hitzfeld ersetzt. Doch auch er konnte die Qualifikation zur Champions League nicht erreichen und man blieb auf dem vierten Platz, der schlechtesten Platzierung der Bayern der letzten zwölf Jahre. In der Champions League selbst war erneut gegen den AC Mailand Endstation, diesmal im Viertelfinale. Durch dieses Ausscheiden und Platz vier in der Liga war man für die nächste Saison erstmals seit der Saison 1996/97 nicht für die Champions League qualifiziert und musste mit dem UEFA-Pokal vorliebnehmen. Nach dieser Saison beendete Mehmet Scholl seine lange Karriere beim FC Bayern. Zuvor hatte Sebastian Deisler im Januar sein Karriereende bekanntgegeben.

Um eine Saison wie die des Vorjahres nicht erneut zu erleben, investierten die Bayern in der Vorbereitung zur neuen Saison eine Rekordsumme von rund 70 Millionen Euro. Dabei wurden alleine 25 Millionen Euro für Franck Ribéry von Olympique Marseille und 12,5 Millionen Euro für Luca Toni vom AC Florenz ausgegeben. Als dann neben der Verpflichtung von Jan Schlaudraff mit Miroslav Klose auch noch ein dritter neuer Stürmer eingekauft wurde, erbat Roy Makaay seine Freigabe und wechselte zu Feyenoord Rotterdam. Zudem wechselte Hasan Salihamidžić zu Juventus Turin. Vereinseigengewächs Owen Hargreaves, der schon lange Ambitionen für die Premier League geäußert hatte, wechselte für eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro zu Manchester United. Die hohen Investitionen lohnten sich und Bayern gelang in dieser Saison der fünfte Double-Gewinn in einem Jahrzehnt und der siebte Double-Gewinn überhaupt. Dabei wurde den Zuschauern auch spielerisch ein erfrischender Fußball geboten, bei dem vor allem Ribéry seine ausgezeichnete Technik unter Beweis stellte. Die Saison selbst verlief recht einseitig. Mit einem Start-Ziel-Sieg erreichte der FC Bayern am Ende einen Vorsprung von zehn Punkten auf Werder Bremen. Im DFB-Pokalfinale wurde Borussia Dortmund mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Im UEFA-Pokal schaffte man es bis ins Halbfinale und musste sich dort nach einem 1:1 im Hinspiel in München dem späteren Gewinner Zenit Sankt Petersburg mit 0:4 in St. Petersburg geschlagen geben. Mit dem Rekord von acht gewonnenen Meisterschaften und sechs gewonnenen DFB-Pokalen beendete Oliver Kahn am Ende der Saison seine Karriere. Kahn gelang es in seiner letzten Saison, den Rekord von Oliver Reck (22 Gegentore in 34 Spielen aus der Saison 1987/88) mit 21 Gegentoren in 34 Spielen zu unterbieten. Nach der Saison wurde er zum Ehrenspielführer des FC Bayern München ernannt.

2008 bis 2013 – Der Weg zum Triple

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

2008/09

2

71:42

67

69.000

2009/10

1

72:31

70

69.000

2010/11

3

81:40

65

69.000

2011/12

2

77:22

73

69.000

2012/13

1

98:18

91

71.000

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Bereits in der Winterpause der Vorsaison kündigte Ottmar Hitzfeld an, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei Bayern nicht zu verlängern. Um ihn zu ersetzen, wurde für die neue Saison der ehemalige Spieler und deutsche Nationaltrainer Jürgen Klinsmann als neuer Trainer verpflichtet. Zu Beginn der Saison 2008/09 stand Michael Rensing als die neue Nummer 1 im Tor der Bayern, verlor seinen Platz jedoch im April 2009 an Jörg Butt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Bundesliga gelang es zwar, punktgleich mit dem Spitzenreiter TSG 1899 Hoffenheim in die Winterpause zu gehen; nachdem man die Leistungen in der zweiten Hälfte der Saison jedoch nicht hatte stabilisieren können, musste Jürgen Klinsmann fünf Spieltage vor Schluss seinen Platz räumen und wurde durch Jupp Heynckes als Cheftrainer und dessen Co-Trainer Hermann Gerland ersetzt. Unter dem neuen Trainer konnte sich die Mannschaft mit vier Siegen und einem Unentschieden hinter dem neuen Meister VfL Wolfsburg den zweiten Platz und somit die direkte Qualifikation für die Champions League der Folgesaison sichern. Im DFB-Pokal war man zuvor schon im Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden. In der Champions League konnte man sich im Achtelfinal-Hinspiel noch bei Sporting Lissabon mit 5:0 durchsetzen und zog nach einem 7:1 im Rückspiel in das Viertelfinale ein; das Gesamtergebnis von 12:1 gegen Sporting bedeutete Champions-League-Rekord. Im Viertelfinale erlebte man jedoch vier Tage nach einem 1:5 in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg ein Debakel beim FC Barcelona: Man verlor mit 0:4 und schied nach einem 1:1 im Rückspiel aus.

Am 1. Juli 2009 übernahm der Niederländer Louis van Gaal den Posten als Chef-Trainer des FC Bayern. Neuer Sportdirektor wurde Christian Nerlinger, der Uli Hoeneß ablöste. Hoeneß übernahm nach 30 Jahren als Manager des FC Bayern im November das Präsidentenamt, das seit 1994 Franz Beckenbauer innehatte. Zur Saison 2009/10 investierten die Bayern erneut groß und verpflichteten zahlreiche neue Spieler, darunter Mario Gómez vom VfB Stuttgart, der mit einer Ablösesumme von über 30 Millionen Euro der bis dato teuerste Transfer der Bundesligageschichte wurde. Aus der zweiten Mannschaft rückten die späteren Nationalspieler Thomas Müller und Holger Badstuber in den Profikader auf. Im August 2009 wurde schließlich der holländische Nationalspieler Arjen Robben für 25 Millionen Euro von Real Madrid verpflichtet. Das erste Saison-Drittel verlief wenig erfolgreich für den FC Bayern. In der Bundesliga rutschte man zwischenzeitlich bis auf Rang 14 ab und auch das Weiterkommen in der Champions League war gefährdet. Im letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase besiegten die Bayern jedoch Juventus Turin auswärts mit 4:1, wodurch sie doch noch die Endrunde der Champions League erreichen konnten. Auch in der Bundesliga gelang eine Aufholjagd und am 24. Spieltag übernahmen die Bayern schließlich die Tabellenführung in der Bundesliga, die sie bis Saisonende nur noch einmal abgaben. Am letzten Spieltag wurde durch einen 3:1-Sieg bei Hertha BSC die 22. Deutsche Meisterschaft perfekt gemacht. Zudem gewann man das Finale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen mit 4:0 und konnte somit den 15. Pokalsieg, gleichzeitig das achte Double, verbuchen. Mit dem Einzug ins Finale der Champions League eröffnete sich die Chance für die Bayern, als erste deutsche Mannschaft das Triple aus Meisterschaft, nationalem sowie internationalem Pokal zu gewinnen. Allerdings verlor man am 22. Mai 2010 im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid gegen Inter Mailand mit 0:2 und verpasste damit den historischen Triumph.

Die von van Gaal eingeführte 4-2-3-1-Grundordnung sollte Bayern bis zum Triple 2013 begleiten, der von ihm eingeführte Ballbesitzfußball wurde von seinem Nachfolger Jupp Heynckes jedoch weniger extrem betrieben.[21]

Zu Beginn der Saison 2010/11 konnte der Verein mit einem 2:0 gegen Schalke 04 den von der DFL wieder eingeführten Supercup gewinnen. In der Champions League erreichten die Münchner das Achtelfinale, wo sie gegen Inter Mailand nach einem 1:0-Auswärtssieg durch eine 2:3-Heimniederlage ausschieden. Im DFB-Pokal schieden sie im Halbfinale nach einer 0:1-Heimniederlage gegen Schalke aus. Am 10. April 2011 gab der Verein aufgrund der sportlichen Talfahrt in der Liga die sofortige Beurlaubung Louis van Gaals bekannt und ernannte den bisherigen Co-Trainer Andries Jonker zum Cheftrainer bis zum Saisonende.[22] Nach 5 Spielen und 13 von 15 möglichen Punkten unter Jonker schloss die Mannschaft die Saison 2010/2011 als Dritter ab und sicherte sich damit zumindest die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League.

Nachfolger von Jonker wurde zur Saison 2011/12 Jupp Heynckes, der einen Zweijahresvertrag erhielt.[23] Die Verpflichtung des Nationaltorhüters Manuel Neuer vom FC Schalke 04 hatte vor allem in Fanteilen, die den Ultras zuzurechnen sind, zu Ablehnungsbekundungen geführt, aufgrund Neuers Jugend in der Schalker Fanszene. In der Bundesliga musste man sich in dieser Saison erneut Borussia Dortmund geschlagen geben, schaffte mit dem zweiten Platz aber die direkte Champions-League-Qualifikation. Zudem wurde das Pokalfinale in Berlin erreicht, in dem man mit 2:5 wieder Dortmund unterlag. In der Champions-League-Qualifikation besiegte man den FC Zürich und erreichte somit die Gruppenphase, die man souverän überstand. Über den FC Basel, Olympique Marseille und Real Madrid zog man in das Finale der Champions League ein, welches in der heimischen Allianz-Arena stattfand. Trotz einer starken Leistung verloren die Bayern am 19. Mai 2012 im sogenannten Finale dahoam (bairisch für Finale daheim) mit 3:4 im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea. Mit den drei zweiten Plätzen ging die Saison als ein Jahr verpasster Chancen in die Vereinsgeschichte ein.[24]

 

Die Saison 2012/13 begann mit der überraschenden Entlassung des Sportdirektors Nerlinger und der gleichzeitigen Verpflichtung seines Nachfolgers Matthias Sammer als Sportvorstand. Kurz vor Ende der Transferphase konnte nach langen Verhandlungen der spanische Nationalspieler Javi Martínez von Athletic Bilbao verpflichtet werden; die Ablösesumme von 40 Millionen Euro ist die bisher höchste in der Bundesliga-Geschichte. In der Folge entwickelte sich die Spielzeit zur erfolgreichsten der Vereinsgeschichte, in der die Münchner alle vier Wettbewerbe, in denen sie antraten, gewinnen konnten: Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison konnte mit einem 2:1 gegen Borussia Dortmund in der Allianz Arena zum vierten Mal der Supercup gewonnen werden. In der Bundesliga sicherte die Mannschaft bereits am 28. Spieltag den Meistertitel und hatte am Saisonende mit 91 Punkten einen Vorsprung von 25 Punkten auf den Meister der Vorsaison aus Dortmund. Alle drei Werte stellten, ebenso wie die 29 Siege, die Tordifferenz von +80 und 18 Gegentore, einen neuen Bundesligarekord dar. In der Champions League schloss man die Vorrunde als Gruppenerster ab und traf im Achtelfinale auf den FC Arsenal. Das Hinspiel wurde auswärts mit 3:1 gewonnen, das Rückspiel in München wurde mit 0:2 verloren und somit kam man nur aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Im Viertelfinale wurden beide Spiele gegen den italienischen Meister Juventus Turin mit 2:0 gewonnen, ehe man im Halbfinale auf den FC Barcelona traf. Ein 4:0 im Hinspiel zuhause und ein 3:0-Sieg in Barcelona bedeuteten die souveräne Qualifikation für das Finale am 25. Mai 2013 im Londoner Wembley-Stadion, das der FC Bayern durch einen Treffer von Arjen Robben in der 89. Minute mit 2:1 gegen den Ligarivalen aus Dortmund gewinnen konnte.[25][26] Im DFB-Pokal gelang die Revanche gegen den Vorjahressieger: Nach einem 1:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund im Viertelfinale und einem 6:1 gegen den VfL Wolfsburg im Halbfinale gewann der FC Bayern am 1. Juni 2013 im Berliner Olympiastadion das Finale gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 und wurde damit im Männerfußball der siebte europäische und erste deutsche Verein, der das große Triple gewann.

 

Seit 2013 – Die Zeit nach dem Triple

Saison

Platz

Tore

Punkte

Zuschauerschnitt

2013/14

1

94:23

90

71.131

2014/15

1

80:18

79

72.966

2015/16

1

80:17

88

75.006

Grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Zur Saison 2013/14 konnte der spanische Erfolgstrainer und zweimalige Champions-League-Sieger Pep Guardiola, der sich bis dahin nach seinem Weggang vom FC Barcelona ein Jahr Auszeit vom Fußball genommen hatte, als Nachfolger von Jupp Heynckes verpflichtet werden. Für eine kolportierte Ablösesumme von 37 Millionen Euro wurde zudem der Jungnationalspieler Mario Götze von Borussia Dortmund verpflichtet. Außerdem wechselte Guardiolas Wunschspieler Thiago Alcántara für 25 Millionen Euro von Guardiolas ehemaligem Verein, dem FC Barcelona nach München.[27] Das erste Pflichtspiel der Saison um den DFL-Supercup verlor der Verein mit 2:4 bei Borussia Dortmund. Den UEFA Super Cup gewann der FC Bayern als erster deutscher Verein am 30. August 2013 in der Prager Eden Aréna im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea; die Partie wurde von den Medien im Vorfeld als abgeschwächte Neuauflage des Champions-League-Finals von 2012 aufbereitet, die diesmal die Münchner für sich entschieden. Das Kalenderjahr 2013 beendete der Verein am 21. Dezember mit dem Gewinn der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in Marrakesch im Finale gegen den Vertreter des Gastgeberverbandes Raja Casablanca (2:0) und gewann damit erstmals fünf von sechs möglichen Titeln innerhalb eines Kalenderjahres. In der Bundesliga sicherte sich der FC Bayern trotz eines aufgrund der Klub-WM verschobenen weniger absolvierten Spieles mit sieben Punkten Vorsprung die Herbstmeisterschaft.

Als Konsequenz aus seiner Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung erklärte Uli Hoeneß am 14. März 2014 seinen Rücktritt als Präsident des FC Bayern München e. V. und Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG.[28]

Bereits am 27. Spieltag der Saison 2013/14 stand der FC Bayern als Sieger der Deutschen Meisterschaft fest[29] und übertraf mit 19 Punkten Vorsprung seinen eigenen Rekord aus der Vorsaison. In der Champions League schied die Mannschaft im Halbfinale gegen Real Madrid aus, verlor dabei das Hinspiel mit 0:1 in Madrid und das Rückspiel mit 0:4 in München, was die höchste Heimniederlage in Bayerns Europapokalgeschichte darstellt. Am 17. Mai 2014 sicherte sich der FC Bayern im Finale des DFB-Pokals mit einem 2:0 nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund das zehnte Double der Vereinsgeschichte.

Zur Saison 2014/15 wurden unter anderem Robert Lewandowski von Borussia Dortmund und Xabi Alonso von Real Madrid verpflichtet. Die Nationalspieler Toni Kroos, Mario Mandžukić und Daniel Van Buyten verließen hingegen den FC Bayern. Zur Winterpause wurde der FC Bayern in der Bundesliga mit elf Punkten Vorsprung auf den VfL Wolfsburg zum vierten Mal in Folge Herbstmeister, wobei mit lediglich vier Gegentoren in der Hinrunde ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Im Viertelfinale der Champions League kam die Mannschaft nach einer 1:3-Hinspiel-Niederlage beim FC Porto mit einem 6:1-Sieg im Rückspiel am 21. April 2015 weiter, womit der Verein erstmals viermal in Folge das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs erreichte. Am 26. April 2015 wurde der Verein vier Spieltage vor Saisonende vorzeitig zum 25. Mal Deutscher Meister. In beiden Pokalwettbewerben schied die Mannschaft im Halbfinale aus. Im DFB-Pokal wurde das Heimspiel gegen Borussia Dortmund (1:1 nach Verlängerung) mit 0:2 im Elfmeterschießen verloren. In der Champions League verpasste man durch eine 0:3-Niederlage im Hinspiel beim FC Barcelona nach drei Gegentoren in der Schlussphase, trotz eines 3:2-Sieges im Rückspiel, das Finale.

In der Saison 2015/16 stießen unter anderem Arturo Vidal und Kingsley Coman vom Champions-League-Finalisten Juventus Turin sowie der Brasilianer Douglas Costa als Neuzugänge zur Mannschaft. Dafür verließ Bastian Schweinsteiger nach 17 Jahren im Verein den FC Bayern und wechselte zu Manchester United. Am 22. September erzielte Robert Lewandowski gegen den VfL Wolfsburg als erster Einwechselspieler in der Bundesliga innerhalb von neun Minuten fünf Tore und drehte das Spiel der Bayern nach Führung der Wolfsburger zu einem 5:1-Heimsieg. Lewandowski gelang damit der schnellste Fünferpack, Viererpack sowie der schnellste Hattrick der Bundesligageschichte. Die Mannschaft stellte mit zehn Siegen in den ersten zehn Bundesligaspielen einen neuen Startrekord auf. Dieser Sieg gegen den 1. FC Köln war zugleich der 1.000 Sieg des FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Nachdem die Hinrunde mit 15 Siegen und 46 Punkten mit der fünften Herbstmeisterschaft in Folge und acht Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund abgeschlossen worden war, gab der Verein bekannt, dass Trainer Pep Guardiola seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern und der Italiener Carlo Ancelotti die Nachfolge antreten werde.[30] In der Champions League schied die Mannschaft – zum dritten Mal in Folge im Halbfinale – nach einer 0:1-Auswärtsniederlage und einem 2:1-Heimsieg aufgrund der Auswärtstorregel gegen Atlético Madrid aus. Am vorletzten Spieltag wurde durch einen 2:1-Auswärtssieg in Ingolstadt die Deutsche Meisterschaft entschieden und damit gewann zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga ein Verein vier Mal hintereinander die Meisterschaft. Mit nur 17 Gegentoren in einer Bundesliga-Saison und insgesamt 21 Bundesligaspielen ohne Gegentor konnten erneut die eigenen Rekorde verbessert werden. Am 21. Mai 2016 gewann der FC Bayern den DFB-Pokal in Berlin gegen Borussia Dortmund mit 4:3 i.E. (0:0 n.V.) und damit das nationale Double. Für Pep Guardiola war es das letzte Spiel als Trainer der Münchener. Mit dem DFB-Pokal konnte er in drei Jahren seinen siebten Titelgewinn in München feiern.

Erfolge/Titel

Die erste Mannschaft spielt seit der Saison 1965/66 in der Bundesliga. Der FC Bayern München ist der erfolgreichste deutsche Fußballklub und deutscher Rekordmeister. Für 24 Meisterschaften seit Einführung der Bundesliga 1963/64 darf er vier Meistersterne auf dem Trikot tragen. Der FC Bayern ist der erste Verein, dem es gelang, das Double zu verteidigen. Der FC Bayern München ist neben Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und dem Hamburger SV einer von vier Vereinen, der den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga verteidigen konnte. Mit 666 Spieltagen als Tabellenführer belegt der Verein den 1. Platz in der Ewigen Liste der Tabellenführer (Stand: Stand: Saisonende 2015/16) und mit 3443 Punkten den 1. Platz in der Ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga (Stand: Saisonende 2015/16). Neben Ajax Amsterdam und Juventus Turin hat der FC Bayern alle drei Europapokale sowie UEFA Super Cup und Weltpokal gewonnen. Zudem FIFA-Klub-Weltmeister zu werden ist nur dem FC Bayern gelungen. Neben Bayern München konnten bisher nur Real Madrid und Ajax Amsterdam den Europapokal der Landesmeister dreimal in Folge gewinnen. Deswegen erlaubt es die UEFA unter anderem dem FC Bayern, ein Logo mit dem Champions-League-Pokal zu tragen, in dem zusätzlich die Anzahl der fünf gewonnenen Europapokale der Landesmeister eingetragen ist.

Internationale Titel

Europapokal der Landesmeister / UEFA Champions League (5)

1973/74

1974/75

1975/76

2000/01

2012/13

 

Europapokal der Pokalsieger (1)

1966/67

 

UEFA-Pokal / UEFA Europa League (1)

1995/96

 

UEFA Super Cup (1)

2013

 

Weltpokal (2)

1976

2001

 

FIFA-Klub-Weltmeisterschaft (1)

2013

 

Nationale Titel

Deutsche Fußballmeisterschaft (26)

1931/32

1968/69

1971/72

1972/73

1973/74

1979/80

1980/81

1984/85

1985/86

1986/87

1988/89

1989/90

1993/94

1996/97

1998/99

99/2000

2000/01

2002/03

2004/05

2005/06

2007/08

2009/10

2012/13

2013/14

2014/15

2015/16

 

DFB-Pokal (18)

1956/57

1965/66

1966/67

1968/69

1970/71

1981/82

1983/84

1985/86

1997/98

99/2000

2002/03

2004/05

2005/06

2007/08

2009/10

2012/13

2013/14

2015/16

 

Ligapokal (6)

1997

1998

1999

2000

2004

2007

 

Supercup (4)

1987

1990

2010

2012

 

Der „Supercup 1982“, den der FC Bayern München im Frühjahr 1983 gewann, war nur inoffiziell ausgetragen.

Weitere Erfolge, Titel und Auszeichnungen

Dieser ausgelagerte Abschnitt würdigt Mehrfacherfolge (Double, Triple, …), zählt zweite Plätze auf und nennt die regionalen Titel, die der FC Bayern von seiner Frühzeit bis zum Aufstieg in die Bundesliga gewonnen hat. Auch die in Einladungsturnieren gewonnenen Trophäen sowie Auszeichnungen, die dem FC Bayern zuteilgeworden sind, finden dort Erwähnung.

Die erste Mannschaft

Kader der Saison 2015/16

Nr.

Nat.

Name

Geburtstag

im Verein seit

Vertrag bis

Tor

1

 

Manuel Neuer

27. März 1986

2011

2021

22

 

Tom Starke

18. März 1981

2012

2016

26

 

Sven Ulreich

3. August 1988

2015

2018

33

 

Ivan Lucic2 *

23. März 1995

2014

2017

Abwehr

4

 

Serdar Taşçı

24. April 1987

2016

2016

5

 

Medhi Benatia

17. April 1987

2014

2019

13

 

Rafinha

7. September 1985

2011

2017

17

 

Jérôme Boateng

3. September 1988

2011

2021

18

 

Juan Bernat

1. März 1993

2014

2019

21

 

Philipp Lahm

11. November 1983

1995

2018

27

 

David Alaba

24. Juni 1992

2008

2021

28

 

Holger Badstuber

13. März 1989

2002

2017

Mittelfeld

6

 

Thiago Alcántara

11. April 1991

2013

2019

7

 

Franck Ribéry

7. April 1983

2007

2017

8

 

Javi Martínez

2. September 1988

2012

2021

10

 

Arjen Robben

23. Januar 1984

2009

2017

11

 

Douglas Costa

14. September 1990

2015

2020

14

 

Xabi Alonso

25. November 1981

2014

2017

19

 

Mario Götze

3. Juni 1992

2013

2017

20

 

Sebastian Rode

11. Oktober 1990

2014

2018

23

 

Arturo Vidal

22. Mai 1987

2015

2019

32

 

Joshua Kimmich

8. Februar 1995

2015

2020

Sturm

9

 

Robert Lewandowski

21. August 1988

2014

2019

25

 

Thomas Müller

13. September 1989

2000

2021

29

 

Kingsley Coman

13. Juni 1996

2015

2017

37

 

Julian Green2

6. Juni 1995

2009

2017

41

 

Miloš Pantović2

7. Juli 1996

2007

2017

 

Transfers zur Saison 2015/16

Zugänge

Nat.

Name

abgebender Verein

Transferperiode

 

Kingsley Coman

Juventus Turina.

Sommer 2015

 

Douglas Costa

Schachtar Donezk

 

Julian Green

Hamburger SVw.a.

 

Joshua Kimmich

VfB Stuttgart

 

Jan Kirchhoff

FC Schalke 04w.a.

 

Sven Ulreich

VfB Stuttgart

 

Arturo Vidal

Juventus Turin

 

 

Serdar Taşçı

Spartak Moskaua.

Winter 2016

Abgänge

Nat.

Name

aufnehmender Verein

Transferperiode

 

Dante

VfL Wolfsburg

Sommer 2015

 

Pierre Emile Højbjerg

FC Schalke 04a.

 

Claudio Pizarro

Werder Bremen

 

Pepe Reina

SSC Neapel

 

Bastian Schweinsteiger

Manchester United

 

Mitchell Weiser

Hertha BSC

 

 

Gianluca Gaudino

FC St. Gallena.

Winter 2016

 

Jan Kirchhoff

AFC Sunderland

 

Sinan Kurt

Hertha BSC

 

 

Transfers zur Saison 2016/17

Zugänge

Nat.

Name

abgebender Verein

Transferperiode

 

Pierre Emile Højbjerg

FC Schalke 04w.a.

Sommer 2016

 

Mats Hummels

Borussia Dortmund

 

Renato Sanches

Benfica Lissabon

Abgänge

Nat.

Name

aufnehmender Verein

Transferperiode

 

Serdar Taşçı

Spartak Moskauw.a.

Sommer 2016

 

 

Trainer- und Betreuerstab (Auswahl)

Siehe auch: FC Bayern München/Namen und Zahlen – Vollständiger Trainer- und Betreuerstab sowie Alle Trainer seit Einführung der Bundesliga 1963

Name

Funktion

Trainerstab

Pep Guardiola ↓

Cheftrainer

Domènec Torrent ↓

Co-Trainer

Hermann Gerland

Co-Trainer

Toni Tapalović

Torwarttrainer

Medizinische Abteilung

Volker Braun

Mannschaftsarzt (Orthopäde)

Roland Schmidt

Internist, Kardiologe

Christian Huhn

Physiotherapie (Leitung)

Andreas Schlumberger

Rehabilitation und Prävention (Leitung)

Thomas Wilhelmi

Rehabilitation (Trainer)

Sportliche Leitung und Organisation

Matthias Sammer

Sportvorstand

Michael Reschke

Technischer Direktor

Kathleen Krüger

Teammanagerin

Öffentlichkeitsarbeit

Markus Hörwick

Pressesprecher

 

Ehemalige Spieler

Hier ist eine Auswahl ehemaliger Spieler der ersten Mannschaft, die nebenbei in der offiziellen Hall of Fame des FC Bayern München sind.[32]

Klaus Augenthaler (1976–1991, Libero)

 

 

404 Spiele absolvierte er für die Bayern in der Bundesliga. Dabei wurde er siebenmal Deutscher Meister und dreimal gewann er mit der Mannschaft den DFB-Pokal. Er wurde zudem 1990 mit der Nationalmannschaft Weltmeister. Unvergessen ist auch sein „Tor des Jahrzehnts“ gegen Uli Stein vom Mittelkreis aus.

 

 

Franz Beckenbauer (1964–1977, Libero)

 

 

„Der Kaiser“. Mit ihm als Spielführer wurde Bayern zu einer der erfolgreichsten Mannschaften Europas. 1974 führte er die deutsche Nationalmannschaft zum WM-Sieg im eigenen Lande. 1990 konnte er den Erfolg als deutscher Teamchef bei der WM in Italien wiederholen.

 

 

Paul Breitner (1970–1974, 1978–1983, Verteidigung, Mittelfeld)

 

 

Der große Regisseur der Bayern Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. Mit den Münchnern wurde er fünfmal Meister. Zudem wurde er 1974 Weltmeister im eigenen Lande und schoss im Endspiel gegen Holland den wichtigen Elfmeter zum 1:1.

 

 

Stefan Effenberg (1990–1992, 1998–2002, Mittelfeld)

 

 

„Der Tiger“ spielte zweimal bei den Bayern. Bei seinem zweiten Engagement war er als Kopf der Mannschaft maßgeblich daran beteiligt, 25 Jahre nach dem letzten Sieg im Europapokal der Landesmeister die Champions League zu gewinnen.

 

 

Giovane Élber (1997–2003, Sturm)

 

 

Nach seiner Zeit beim VfB Stuttgart wurde Giovane Elber bei Bayern zum erfolgreichsten ausländischen Torschützen der Bundesliga-Geschichte. In 252 Spielen für Stuttgart und Bayern erzielte er 133 Tore. Erst am 8. Mai 2010 wurde dieser Rekord durch Claudio Pizarro eingestellt.

 

 

Konrad Heidkamp (1928–1937, Verteidigung)

 

 

„Conny“ Heidkamp war der Kapitän der ersten Meistermannschaft im Jahre 1932. Auch neben dem Platz war er ein Vorbild.

 

 

Uli Hoeneß (1970–1978, Sturm)

 

 

Erfolgreich als Spieler, doch unersetzlich als Macher. In 30 Jahren als Manager des FC Bayern ist er maßgeblich am Erfolg der Mannschaft beteiligt. Als erster Manager eines Fußballvereins wurde Hoeneß 1999 zum Manager des Jahres gewählt.

 

 

Oliver Kahn (1994–2008, Torwart)

 

 

„Weiter, immer weiter!“[33] Keiner verkörperte als Spieler die Philosophie des FC Bayern München wie der „Titan“. Seine Paraden brachten Titel und Erfolge: Acht Meisterschaften und sechs DFB-Pokalsiege, Champions-League-Sieg und Weltpokalsieg 2001 sowie den UEFA-Pokal-Sieg 1996.

 

 

Bixente Lizarazu (1997–2004, 2005–2006, Verteidigung)

 

 

Der kleine Franzose spielte zweimal für die Bayern. Dabei war er wichtiger Bestandteil beim Gewinn der Champions League 2001. Mit Frankreich wurde er Welt- und Europameister. Zudem errang er zahlreiche weitere Titel bei Bayern.

 

 

Sepp Maier (1962–1979, Torwart)

 

 

Die „Katze von Anzing“ hält bis heute den Rekord in ununterbrochenen Spielen für den FC Bayern in der Bundesliga. 442-mal stand er in Folge zwischen den Pfosten des Rekordmeisters. Bei der WM 1974 stand er im Tor der Deutschen Nationalmannschaft und hielt im Finale der WM 1974 nach der frühen Führung der Holländer den Kasten für den Rest des Spieles sauber.

 

 

Lothar Matthäus (1984–1988, 1992–2000, Mittelfeld, Abwehr)

 

 

Von Gladbach kam er nach München und erlebte dort einige erfolgreiche Jahre. Dann wechselte er nach Italien. Später kam er nach einem Kreuzbandriss zurück zu den Bayern. 1990 war er die Schlüsselfigur für den Sieg der deutschen Nationalelf bei der WM in Italien.

 

 

Gerd Müller (1964–1979, Sturm)

 

 

Über den „Bomber“ meinte Franz Beckenbauer einst: „Ohne ihn wären wir vielleicht heute noch in dem alten Holzhäusl“. Er ist der Rekordtorschütze der Bundesliga mit 365 Toren in 427 Spielen und hält den Rekord in einer Saison mit 40 Toren. Auch in der Nationalmannschaft hielt er lange Zeit mit 68 Treffern in 62 Spielen den Torrekord, bevor er 2014 von Miroslav Klose abgelöst wurde – dieser benötigte für seine 71 Tore jedoch 137 Spiele.

 

 

Franz „Bulle“ Roth (1966–1978, Mittelfeld)

 

 

Er schoss den FC Bayern 1967 zum ersten Europapokalsieg und erzielte in vier Europacup-Endspielen des Rekordmeisters dreimal das 1:0 – zweimal war es das einzige Tor des Spiels und damit entscheidend für den Titelgewinn.

 

 

Karl-Heinz Rummenigge (1974–1984, Sturm)

 

 

Erfolge feierte er schon als Spieler mit den Bayern. Dann ging er nach Italien. Doch nach seiner aktiven Laufbahn kam er zurück und schaffte es gemeinsam mit Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß, die Bayern Anfang der 1990er Jahre wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

 

 

Mehmet Scholl (1992–2007, Mittelfeld)

 

 

Als junger Spieler kam er vom KSC und blieb danach den Bayern treu. Seine Karriere war durch viele Verletzungen geprägt. In beiden Finalspielen des UEFA-Pokals 1995/96 gegen Bordeaux traf er je einmal. Zusammen mit Oliver Kahn und Bastian Schweinsteiger hält er mit acht Meisterschaften den Rekord für die meisten gewonnenen Meistertitel in der Bundesliga.

 

 

Georg „Katsche“ Schwarzenbeck (1966–1981, Verteidigung)

 

 

Seine große Stunde hatte er im Endspiel um den Europapokal der Landesmeister 1974. Nachdem es in der Verlängerung kurz vor Schluss 1:0 für Atletico Madrid stand, zog er aus 25 Metern ab und erzielte den wichtigen 1:1-Ausgleichstreffer. Das Wiederholungsspiel gewann Bayern mit 4:0 und den Pokal damit zum ersten Mal.

 

 

Spieler mit den meisten Einsätzen und Toren

 

 

In der folgenden Tabelle sind alle Pflichtspiele und Pflichtspieltore für die erste Mannschaft des FC Bayern München angegeben. Dies umfasst neben den Ligaspielen auch alle Spiele in nationalen und internationalen Pokalwettbewerben.(Stand: 11. Juni 2015)

Einsätze

1

Sepp Maier

1962–1979

699

2

Oliver Kahn

1994–2008

632

3

Gerd Müller

1964–1979

605

4

Franz Beckenbauer

1964–1977

582

5

Georg Schwarzenbeck

1966–1981

554

6

Klaus Augenthaler

1976–1991

545

7

Bernd Dürnberger

1972–1985

505

8

Bastian Schweinsteiger

2002–2015

502

9

Mehmet Scholl

1992–2007

469

10

Franz Roth

1966–1978

440

11

Philipp Lahm*

2002–2003
2005–

434

12

Karl-Heinz Rummenigge

1974–1984

422

13

Lothar Matthäus

1984–1988
1992–2000

410

14

Hans Pflügler

1981–1995

371

15

Hasan Salihamidžić

1998–2007

365

* = noch beim FCB aktiv

 

Tore

1

Gerd Müller

1964–1979

564

2

Karl-Heinz Rummenigge

1974–1984

217

3

Roland Wohlfarth

1984–1993

155

4

Dieter Hoeneß

1979–1987

145

5

Giovane Élber

1997–2003

138

6

Claudio Pizarro

2001–2007
2012–2015

125

7

Thomas Müller*

2008–

120

8

Mehmet Scholl

1992–2007

117

9

Mario Gómez

2009–2013

113

10

Uli Hoeneß

1970–1978

111

11

Paul Breitner

1970–1974
1978–1983

110

12

Arjen Robben*

2009–

108

13

Franck Ribéry*

2007–

104

14

Roy Makaay

2003–2007

103

15

Lothar Matthäus

1984–1988
1992–2000

99

* = noch beim FCB aktiv

 

Die zweite Mannschaft

Die zweite Mannschaft (umgangssprachlich und vereinsintern FC Bayern München Amateure, offiziell seit 2005 FC Bayern München II) ist ebenfalls eine Profimannschaft und spielt seit 2011 in der viertklassigen Regionalliga. Von 1973 bis 2011 spielte die Mannschaft stets drittklassig. Trainer ist ab der Saison 2015/16 Heiko Vogel als Nachfolger von Erik ten Hag, der zum FC Utrecht wechselte.[34]

1983 und 1987 erreichten die Bayern-Amateure jeweils das Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Bei der Einführung der Regionalligen als dritthöchste Spielklasse 1994 war man direkt für die Regionalliga Süd qualifiziert und spielte in dieser Liga bis 2008. In der Saison 2003/04 gewannen die Bayern-Amateure mit Spielern wie Zvjezdan Misimović, Piotr Trochowski und Paolo Guerrero die Meisterschaft in der Regionalliga Süd. 2008 gelang durch einen achten Platz die Qualifikation für die neugegründete 3. Liga, deren Premierensaison 2008/09 man als Fünfter beendete. 2011 erfolgte dann der Abstieg zurück in die Regionalliga Süd. Seit 2012 spielt man in der Regionalliga Bayern. Für den DFB-Pokal waren die Bayern-Amateure mehrmals qualifiziert, erreichten 1976/77 und 1993/94 das Achtelfinale sowie 1994/95 und 2004/05 sogar das Viertelfinale, wobei u. a. die Bundesligisten Werder Bremen, VfB Stuttgart, 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach besiegt wurden.

Immer wieder schafften Spieler der Amateurmannschaft den Sprung in den Kader der Profimannschaft, wurden später dort Stammspieler und Nationalspieler, so u. a. Markus Babbel, Philipp Lahm, Owen Hargreaves, Bastian Schweinsteiger oder später Holger Badstuber und Thomas Müller.

Die Heimspiele werden meist freitags im Stadion an der Grünwalder Straße ausgetragen.

Kader der Saison 2015/16

Tor

Abwehr

1

 

Ivan Lucic*

23.03.1995

12

 

Andreas RösslCL

20.02.1988

26

 

Leo Weinkauf

07.07.1996

 

3

 

Phillipp Steinhart

07.07.1992

4

 

Korbinian Burger

27.04.1995

15

 

Matthias Strohmaier

11.03.1994

18

 

Philipp Walter

21.02.1996

21

 

Felix Pohl

11.12.1996

22

 

Yannick Günzel

06.06.1996

24

 

Patrick Puchegger

04.05.1995

 

 

Marco FriedlCL

16.03.1998

 

Mittelfeld

Angriff

6

 

Nicolas Feldhahn

14.08.1986

14

 

Fabian BenkoCL

05.06.1998

17

 

Daniel Hägler

17.10.1996

19

 

Sebastian Bösel

24.10.1994

23

 

Riccardo Basta

06.04.1995

28

 

Angelos Oikonomou

23.08.1995

30

 

Niklas DorschCL

15.01.1998

31

 

Lucas SchollCL

05.07.1996

 

7

 

Steeven RibéryCL

07.11.1995

9

 

Karl-Heinz Lappe

14.09.1987

10

 

Patrick WeihrauchCL

03.03.1994

20

 

Miloš PantovićCL

07.07.1996

37

 

Julian Green* CL

06.06.1995

 

 

Trainer- und Betreuerstab

Name

Funktion

Heiko Vogel

Cheftrainer

Rainer Ulrich

Co-Trainer

Walter Junghans

Torwarttrainer

Johannes Wieber

Athletiktrainer

Stefan Müller

Physiotherapeut

Moritz Renker

Physiotherapeut

Heinz Plank

Betreuer

Jugendfußball

Die vom Verein als Junior Team bezeichnete Jugendfußballabteilung wird vom ehemaligen Bayern-Spieler Wolfgang Dremmler geleitet und besteht aus zehn Jugendmannschaften von der A-Jugend bis zur F-Jugend[35], die alle in den höchstmöglichen Spielklassen vertreten sind. Die D1-, E1- und F1-Junioren nehmen nicht am regulären Ligaspielbetrieb teil, sondern bestreiten ausschließlich Testspiele und Turniere.

Im Trainerstab der Jugendabteilung sind mit Holger Seitz, Walter Junghans, Uwe Gospodarek, Christian Saba, Harald Cerny, und Tobias Schweinsteiger mehrere ehemalige Profispieler tätig.

Die A-Junioren wurden in den Jahren 2001, 2002 und 2004 jeweils Deutscher Meister, bei den B-Junioren gelang dies in den Jahren 1989, 1997, 2001 und 2007.

Die Heimspiele der B2-Jugend finden im Sportpark in Heimstetten statt, östlich von München gelegen und zur Gemeinde Kirchheim bei München gehörend. Alle anderen Mannschaften tragen ihre Heimspiele auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße aus.[36]

Sieben der 27 im Profikader der Saison 2015/16 stehenden Spieler stammen aus der eigenen Jugend.

Mannschaft der Frauen

Die Fußballmannschaft der Frauen besteht seit 1970 und ist seit 2000 wieder erstklassig. 1976, 2015 und 2016 errang sie die Deutsche Meisterschaft, 2012 wurde sie deutscher Pokalsieger.

Stadien

 

 

 

 

In den Anfangsjahren des Vereins wechselten die Spielstätten recht häufig. Das erste Spiel der Vereinsgeschichte fand auf dem städtischen Spielplatz an der Schyrenstraße statt. Der 1. Münchner FC wurde damals mit 5:2 bezwungen. 1901 bis 1907 spielte man dann in Schwabing an der Clemensstraße, um dann an die Leopoldstraße zu wechseln. Da immer mehr Zuschauer zu den Heimspielen des Vereins kamen, wechselte man ab 1920 erneut den Platz, ohne für eine längere Zeit eine feste Heimstätte zu haben. Für 47 Jahre fanden die „Roten“ dann ab 1925 im Grünwalder Stadion ihr festes Zuhause, wobei man bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Untermieter des TSV 1860 München war. Der TSV musste später aus finanziellen Gründen das Stadion an die Stadt München verkaufen. Bayerns Zuschauerrekord im Grünwalder Stadion beläuft sich auf mehr als 50.000 während der Saison 1961/62 gegen den 1. FC Nürnberg. Mit Beginn der Bundesliga waren dann nur noch 44.000 Zuschauer zugelassen.

Nach Fertigstellung des Olympiastadions München für die Olympischen Sommerspiele 1972 zogen die Bayern dorthin um. Das erste Spiel der Bayern fand am letzten Spieltag der Saison 1971/72 statt. FC Schalke 04 hieß der Gegner und wurde vor 79.000 Zuschauern mit 5:1 geschlagen. Nach dem Spiel feierte der Verein seine erste von vielen Deutschen Meisterschaften im Olympiastadion. Durch eine Reduzierung der Stehplätze und kleinere Anpassungen im Stadion sank die offizielle Stadionkapazität schrittweise auf 69.200 Zuschauer bei nationalen Spielen und 59.000 bei internationalen Spielen. Aus Komfortgründen gab der Verein rund 6.000 Plätze, die keine gute Sicht auf das Spielfeld boten, nicht für den Verkauf frei und ließ zu Bundesliga-Spielen nur 63.000 Zuschauer ins Stadion. Ab 1995, ein Jahr nach dem Wiederaufstieg des TSV 1860 München in die Bundesliga trug auch der Stadtrivale seine Heimspiele im Olympiastadion aus, wobei die Löwen bei Spitzenspielen die zulässige Höchstgrenze von 69.200 Zuschauern nutzten.

Das Olympiastadion wurde mit der Zeit immer stärker als nicht mehr zeitgemäß für Fußballspiele auf Spitzenniveau kritisiert. Es gab keine VIP-Logen, das Stadion war nur zu einer Seite hin überdacht und in der weiten und offenen Anlage wollte keine rechte „Fußball-Stimmung“ aufkommen. Auch die vorhandene Tartanbahn und die dadurch bedingte große Entfernung zwischen Zuschauern und Spielgeschehen war Fans und Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Zudem kam es bisweilen zu Terminkonflikten, wenn andere Veranstaltungen, wie z. B. Leichtathletikwettbewerbe oder Rockkonzerte im Stadion stattfinden sollten. Viele derartige Veranstaltungen wurden wegen der Beschwerden des FC Bayern als Hauptnutzer, (und mit ca. 5 Millionen DM jährlich größten Mietzahlers) an andere Orte verlegt. Prominentestes „Opfer“ war die alljährliche Rockveranstaltung Rock im Park, die schließlich von München nach Nürnberg verlegt wurde. Der Verein machte sich daher schon länger Gedanken über ein eigenes Stadion in München. Doch über Jahre hinweg fand man keinen geeigneten Platz und auch die Stadt als Eigentümerin der olympischen Spielstätte sträubte sich gegen derartige Pläne, da die Mietzahlungen des FC Bayern eine lukrative Einnahmequelle darstellten, die man nicht verlieren wollte. Als sich Deutschland für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bewarb, kam das Thema Stadion erneut auf den Tisch, denn mit dem veralteten Olympiastadion wäre München als Spielort für das Turnier undenkbar gewesen. Da es hieß, dass es nirgendwo einen geeigneten Platz für einen Neubau in München geben würde, dachte man zunächst darüber nach, das Olympiastadion aufwendig zu renovieren und grundlegend umzubauen. Auch ein Abriss und Neubau unter dem denkmalgeschützten Zeltdach wurde durchgespielt. All diese Pläne scheiterten letzten Endes aber am Veto des Architekten Günter Behnisch. Um die örtliche Politik unter Zugzwang zu setzen, spekulierte der Verein daraufhin eine Zeitlang öffentlich darüber, das neue Stadion außerhalb der Stadtgrenzen, beispielsweise in Garching oder Poing zu errichten, womit der Stadt München etliches an Steuereinnahmen und Prestige verlorengegangen wäre.

Wollte München also WM-Spielort werden, musste eine Lösung gefunden werden. Verschiedene Standorte wurden auf ihre Tauglichkeit hin geprüft und man einigte sich letzten Endes auf Fröttmaning am nördlichen Ende der Stadt als Standort für die neue Allianz Arena. Nach zähem Ringen wurde in der Kompromisslösung festgezurrt, dass der FC Bayern und 1860 München die neue Arena gemeinsam errichten und nutzen sollten, wobei jegliche Nutzung außerhalb von Fußball ausgeschlossen wurde, um dem Olympiastadion eine gewisse Grundauslastung bei Veranstaltungen zu sichern. Auch dieser Kompromiss wurde von der Öffentlichkeit kontrovers aufgenommen, sodass es sogar zu einer Volksabstimmung über den Stadionneubau kam, die mit etwa 2/3 der Stimmen zu Gunsten des Neubaus ausfiel. Die beiden Vereine trugen die Kosten für den Stadionbau, während die Stadt München und das Land Bayern für die Kosten der Infrastruktur aufkommen sollten. Zu Beginn waren die FC Bayern München AG und die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zu je 50 % an der Stadiongesellschaft, der die Arena gehört und die sie betreibt, beteiligt. Beide Vereine müssen zur Nutzung der Arena entsprechende Mietentgelte entrichten, woraus die Stadion GmbH wiederum den Kredit, der den Bau finanzierte, bedient. Als die Löwen jedoch erneut in finanzielle Nöte gerieten, verkauften sie ihren 50-Prozent-Anteil an den Mitgesellschafter. Auch eine zunächst ausgehandelte Rückkaufoption wurde inzwischen an die Bayern verkauft. Somit steht das Stadion unter der alleinigen Kontrolle des FC Bayern München.

Baulich ist das Stadion in drei Ränge unterteilt. Dabei besteht die Haupttribüne mit den Ein- und Ausgängen größtenteils aus VIP-Plätzen und sogenannten Business-Seats. Die Fankurven des FC Bayern befinden sich jeweils hinter den Toren. Die Sitzschalen des Stadions sind in Grau, da wohl weder Rot noch Blau dem einen oder anderen der beiden Vereine zuzumuten gewesen wäre. Dies hat allerdings den Nachteil, dass das Stadion auf Grund des vielen Graus recht kühl wirkt. Während der Heimspiele des FCB leuchtet das Stadion außen in Rot. Mehrfarbige Beleuchtungen sind zwar möglich, wurden aber nachträglich polizeilich untersagt, da die Farbwechsel zu erhöhten Unfallzahlen auf der nahen Autobahn A9 geführt hatten.

Das Stadion fasste anfangs 66.000 Zuschauer. Durch eine Neuanordnung der Sitzreihen und den Umbau einiger überbreiter Business-Seats zu normalen Sitzplätzen wurde die Kapazität wenige Monate später auf 69.901 Zuschauer erhöht. Zu Beginn der Saison 2012/2013 wurde das Fassungsvermögen der Allianz Arena bei nationalen Spielen auf 71.137 und bei internationalen Spielen auf 67.812 Zuschauer durch zusätzliche Sitzreihen im Oberrang angehoben.[37] Im Januar 2015 genehmigte die Stadt München die Nutzung von ca 4.500 weiteren Plätzen, die bereits im Sommer 2014 installiert worden waren, womit die Arena nun 75.000 Zuschauer bei nationalen und knapp 71.000 bei internationalen Spielen fasst.[38] Diese Maßnahme wurde auch deshalb durchgeführt, um die Kriterien für eine mögliche Co-Ausrichtung der Europameisterschaft 2020 zu erfüllen.[39] Für die EM 2020 wurden drei Vorrunden- und ein Viertelfinalspiel an München vergeben.[40]

Seit dem 25. Mai 2012 beherbergt die Allianz Arena die „FC-Bayern-Erlebniswelt“, eine multimediale Ausstellung auf 3000 Quadratmetern mit mehr als 400 Exponaten aus der Geschichte des Vereins.

Trainingsgelände

Das Trainingsgelände des FC Bayern befindet sich in München-Giesing an der Säbener Straße. Es gilt als eines der modernsten Trainingsgelände in Europa. Vielfach wird behauptet, das Gelände befände sich im Stadtteil Harlaching, der jedoch wenige Meter weiter südlich beginnt.

Bereits seit 1949 nutzen die Bayern das Gelände an der Säbener Straße, der ehemaligen Bezirkssportanlage Harlaching. 1970 begann der Bau der neuen Geschäftsstelle und des Trainingsgeländes unter Präsident Neudecker. Am 17. Mai 1971 war die Anlage bezugsfertig. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins waren Geschäftsstelle und Trainingsgelände vereint. Bereits 1979 wurde das Gelände erweitert, worauf Ende der 1980er Jahre ein weiterer Ausbau folgte, um neue Gebäude für den Amateur- und Profibereich zu schaffen. Im Jahr 2000 gab es einen Brand im Profitrakt, wobei ein erheblicher Schaden an den Umkleidekabinen, in der medizinischen Abteilung und in der Sauna entstand. 2008 wurde ein neues Servicezentrum fertiggestellt mit einem neuen Fanshop auf einer 250 m² großen Fläche, zudem entstand eine Tiefgarage. Das neue Gebäude ist 95 Meter lang, 16 Meter breit und ca. 10 Meter hoch. Die Tiefgarage fasst 270 Stellplätze. Direkt neben dem neuen Gebäude entstand ein neuer Rasenplatz mit mehreren Sitzreihen auf einer Seite, auf dem in der Saison 2008/09 die Heimspiele der B-Jugend-Mannschaften ausgetragen wurden. Zudem wurde ein neuer Kunstrasenplatz mit zwei Kleinfeldern für die E- und F-Jugend angelegt. Des Weiteren wurde das alte Klubrestaurant in eine Kantine für die Vereinsangestellten umgewandelt. Waren früher alle Trainingseinheiten öffentlich, hat sich in jüngerer Zeit der allgemeine Trend durchgesetzt, meist nur noch einmal wöchentlich ein öffentliches Training stattfinden zu lassen. Insgesamt gibt es auf dem Gelände fünf Rasenplätze, zwei Kunstrasenplätze und einen Beachvolleyballplatz. Das Gelände ist Trainingsstätte aller Fußballmannschaften des FC Bayern sowie Heimspielstätte von neun der zehn männlichen Jugendmannschaften des Vereins.

Nur durch einen Parkplatz und einen Fußweg vom Bayern-Gelände getrennt befindet sich das neue Sportgelände des FC Sportfreunde München. Durch die Erweiterungsmaßnahmen des FC Bayern musste das alte Gelände der Sportfreunde weichen und wurde um einige Meter nach Süden versetzt. Ein Stück weiter westlich, getrennt durch ein Wohnviertel, befindet sich an der Grünwalder Straße das Trainingsgelände des Erzrivalen TSV 1860 München.

Vereinsstruktur und AG

Struktur

Der FC Bayern München gliedert sich in die FC Bayern München AG und den FC Bayern München e. V. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins am 14. Februar 2002 wurde die Ausgliederung der Fußballprofiabteilung vom Verein in die FC Bayern München AG beschlossen. Vorstandsvorsitzender der AG ist Karl-Heinz Rummenigge sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der AG und Präsident des FC Bayern München e. V. ist Karl Hopfner. Zum eingetragenen Verein gehören folgende Sportabteilungen: Basketball (Männer: Basketball-Bundesliga), Handball, Schach (Männer: Bundesliga, Frauen: 2. Bundesliga), Sportkegeln, Tischtennis und Turnen.

Der Verwaltungsbeirat des FC Bayern München e. V.

Vorsitzende sind der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber und der Manager Heinrich von Pierer.[41]

Adidas, Audi, Allianz und der FC Bayern

Zwischen dem FC Bayern München und dem Sportartikelhersteller Adidas besteht eine langjährige Beziehung. Seit 1965 ist Adidas ununterbrochen Ausrüster des Vereins. Von 2002 bis 2010 hielt Adidas einen 10-Prozent-Anteil an der FC Bayern München AG, der für 77 Millionen Euro erworben wurde.[42] Zwischen März 2010 und Juni 2011 erwarb die Audi AG in drei Schritten Aktien im Wert von 90 Mio. Euro. Dies war verbunden mit einer Kapitalerhöhung von 2,5 Mio. auf 27,5 Mio. Euro.[43] Nach dieser Kapitalerhöhung hielt der FC Bayern München e. V. 81,82 Prozent sowie Adidas und Audi je 9,09 Prozent der Aktien an der AG. Der Allianz-Konzern, der seit 2005 Namensgeber der Allianz Arena ist, erwarb am 11. Februar 2014 für 110 Mio. Euro 8,33 Prozent der FC Bayern München AG. Seither besitzen alle Partner jeweils 8,33 Prozent an der AG.[44]

Die kumulierten Anteile der drei Fremdinvestoren betragen 24,99 Prozent der FC Bayern München AG und liegen somit unterhalb der Sperrminorität, wodurch sich der FC Bayern, der als Hauptanteilseigner durch den FC Bayern München e. V. die restlichen 75,01 Prozent der Anteile hält, gegen eine zu hohe Einflussnahme der Fremdinvestoren abgesichert hat.[45]

Mit Herbert Hainer stellt Adidas einen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der AG. Audi ist durch den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Rupert Stadler vertreten.

Wirtschaftliche Kennzahlen

Die aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen des FC Bayern München AG Konzern (inkludiert die FC Bayern München AG, Allianz Arena München Stadion GmbH, Allianz Arena Payment GmbH und Arena Stadion Beteiligungs GmbH & Co. KG) zum 30. Juni 2013:[46]

Kenngröße

2012/2013

Einheit

Bilanzsumme

535,4

Mio. Euro

Anlagevermögen

375,2

Mio. Euro

– davon Grundstücke und Bauten

245,3

Mio. Euro

– davon Spielerwerte

101,6

Mio. Euro

– davon Wertpapiere

9,5

Mio. Euro

Verbindlichkeiten

209,8

Mio. Euro

Umsatzerlöse

422,6

Mio. Euro

Löhne und Gehälter

197,9

Mio. Euro

Jahresüberschuss nach Steuern

14,0

Mio. Euro

Arbeitnehmer

301

Personen

– davon Lizenzspieler

26

Personen

– Sonstige Beschäftigte

275

Personen

Sponsoren

Aktueller Hauptsponsor des FC Bayern ist die Deutsche Telekom. Fahrzeugpartner ist bis ins Jahr 2019 Audi.[47]

Bisherige Hauptsponsoren:

Adidas (1974–1978)

 

Magirus-Deutz bzw. Iveco (1978–1984)

 

Commodore (1984–1989)

 

Opel (1989–2002)

 

Deutsche Telekom (seit 2002)

 

 

Die Einnahmen durch den Hauptsponsor Deutsche Telekom beliefen sich in der Saison 2012/13 auf 25 Millionen Euro.[48]

Zuschauer und Fankultur

Fans und Fanclubs

Kein anderer Verein Deutschlands hat so viele registrierte Anhänger wie der Rekordmeister. Die Mitgliederzahl stieg im Jahr 2015 auf 270.329 Vereinsmitglieder. 4.030 Fanklubs mit 314.919 Fanklub-Mitgliedern sind beim FC Bayern offiziell registriert (Stand: 27. November 2015).[3] In ganz Deutschland, aber auch weltweit gibt es organisierte Bayern-Fans. Zu den bekanntesten offiziellen Fanclubs gehören die „Red Munichs 89“, „Adler 86 Bretten“, die „Red Sharks“ und „Die 13 Höslwanger“. In den 1970er Jahren gab es mit der „Südkurve ’73“ und den „Red Angels“ zwei führende Gruppen beim FC Bayern. 1986 entstand in München die erste reine Hooligangruppe, die so genannte „Service Crew Munich“ (SCM). Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich dann die Ultra-Bewegung, als erste Gruppe die „Munichmaniacs 1996“. Seit 2002 gibt es eine übergreifende Ultra-Gruppe, die „Schickeria München“.[49] Diese ist aber kein offizieller Fanclub. Das „Südkurvenbladdl“ wird regelmäßig von der ultraorientierten Fanszene des FC Bayern herausgegeben.

Als Dachorganisation für Fans und Fanclubs gibt es den Club Nr. 12 mit aktuell über 3200 Mitgliedern.[50] Der Club Nr. 12 wurde 1997 gegründet, ist jedoch nicht als Fanclub beim FC Bayern München registriert.[51] Früher gab es ein Fanheim auf einem alten Bahngelände im Stadtteil Laim, das aber einem Wohngebiet weichen musste. Was die Zahl der nicht organisierten Fans und Anhänger weltweit anbelangt, gehört der FC Bayern München auch international zu den größten Vereinen. Fanbeauftragter ist mit Andreas Brück ein langjähriger Fan aus der Südkurve.

Jahrelang kämpften die Bayern-Fans und Fanclubs um ein neues, reines Fußballstadion, allein schon wegen der zu erwartenden besseren Stimmung. Tatsächlich zeigte sich jedoch nach dem Einzug in die Allianz Arena, dass die Stimmung im Stadion teilweise schlechter war als im alten Olympiastadion mit Laufbahn, und führte in der Vergangenheit zu sehr kontroversen Diskussionen zwischen Vereinsführung und aktiven Fans.[52] Dies mag zum einen an dem so genannten Operettenpublikum liegen, zum anderen aber auch an der Aufteilung und Bauweise der Allianz Arena. So wurden die Fans aus der Südkurve des Olympiastadions im neuen Stadion auf Süd- und Nordkurve aufgeteilt. Im Unterrang der Südkurve befanden sich weniger Stehplätze als in der Südkurve des Olympiastadions, so gab es zu Bundesligaspielen dort lediglich 6.800 Stehplätze.[53][54] Mit der Erweiterung der Kapazität der Stehplätze von den Blöcken 112 und 113 hinter dem Tor auf den kompletten Unterrang der Südtribüne erhoffte man sich ab Sommer 2014 auch eine Verbesserung der Stimmung in der Allianz Arena.[55]

Zu den Heimspielen der zweiten Mannschaft im Stadion an der Grünwalder Straße finden sich auf der Gegengeraden meist zwischen 100 und 300 aktive Fans ein. Das Stadion wird von ihnen als „Hermann-Gerland-Kampfbahn“ bezeichnet, ein Zeichen der Anerkennung der Arbeit von Hermann Gerland als langjährigem Trainer der Mannschaft.

Vereins- und Fanclubmitgliederentwicklung

Die Liste zeigt die Mitgliederentwicklung im Verein und in den offiziellen Fanclubs des FC Bayern München in den letzten fünfzehn Jahren.[56][3]

Saison

Vereinsmitglieder

Fanclubs

Fanclubmitglieder

2000/01

91.288

1.909

115.343

2001/02

95.195

1.980

121.348

2002/03

96.440

2.055

132.308

2003/04

97.810

2.123

136.563

2004/05

104.720

2.189

146.009

2005/06

121.119

2.290

156.673

2006/07

135.752

2.329

164.580

2007/08

147.072

2.437

176.976

2008/09

151.227

2.535

181.688

2009/10

162.187

2.764

192.160

2010/11

171.345

2.952

204.235

2011/12

187.865

3.202

231.197

2012/13

195.689

3.576

262.077

2013/14

233.427

3.749

283.558

2014/15

251.315

3.774

293.607

2015/16

270.329

4.030

314.919

Mitgliederentwicklung im FCB KidsClub

Die Mitgliederzahl des FCB KidsClub. Der Fanclub ist für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren.[3][57]

Saison

Mitglieder

2011/12

15.000

2012/13

23.500

2013/14

25.884

2014/15

32.249

27. November 2015

37.643

Vereinslieder und Gesänge

Das aktuelle offizielle Vereinslied ist „Stern des Südens“, komponiert von Willy Astor und gesungen von Claus Lessmann, dem Leadsänger der Hardrockband Bonfire. Davor war jahrelang das Lied „Forever Number One“ die Hymne des Vereins. Das Lied „Stern des Südens“ befindet sich auf der CD „Heimspiel“ der FC Bayern Fans United und wurde auch als Single veröffentlicht. Inoffizielle Hymne ist das Lied „Mir san die Bayern“. Bekannt ist ebenfalls der alte Schlager von Franz Beckenbauer „Gute Freunde kann niemand trennen“.

Angestimmt werden nahezu alle Lieder im Unterrang der Südkurve und hier sowohl von der „Schickeria München“ als auch von einer Reihe älterer Fans. Auch in der Nordkurve befinden sich aktive Fans, während sich die Zuschauer in den Sitzplatzbereichen meist passiv verhalten.

Fanrivalitäten und -freundschaften

Lokalrivale ist der TSV 1860 München. Das erste Spiel zwischen beiden Vereinen fand am 21. September 1902 statt und endete mit einem 3:0-Sieg der Bayern.

Gewisse regionale Rivalität besteht zum 1. FC Nürnberg.

In den 1970er Jahren bestand eine Freundschaft mit Hertha BSC, die aber durch Übergriffe Berliner Fans zerbrach. In den 1990er Jahren gab es eine Freundschaft mit Fans des VfL Bochum, die zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten war, aber mittlerweile wieder intensiver gepflegt wird.[58] Beispielsweise gibt es wieder von Seiten des VfL Bochum einen Fanfreundschaftsschal. Auf Ultraebene gibt es Freundschaften der „Schickeria München“ mit entsprechenden Gruppierungen des VfL Bochum, FC St. Pauli, FC Carl Zeiss Jena, Girondins Bordeaux und zweier unterklassiger italienischer Vereine.

Statistik gegen TSV 1860 München

Nach dem 204. Münchner Stadtderby gegen den TSV 1860 München sieht die Bilanz wie folgt aus:

105 Bayern-Siege

 

50 Remis

 

49 1860-Siege

 

 

Statistik gegen 1. FC Nürnberg

Eine offizielle Angabe für die Ergebnisse aller Spiele zwischen den beiden Mannschaften gibt es nicht. Jedoch steht fest, dass es insgesamt 180 fränkisch-bayerische Derbys gab. Hier sind deshalb nur die Ober-, Bundesliga-, und Pokalspiele seit 1945 aufgeführt:

44 Bayern-Siege

 

21 Remis

 

29 Club-Siege

 

 

Der FC Bayern als „Feindbild“

Dem Verein als der mit Abstand erfolgreichsten deutschen Vereinsmannschaft schlägt zuweilen auch unverhüllter Hass und Neid entgegen. Fast sprichwörtlich ist der sogenannte „Bayern-Dusel“ für überraschende Spielwendungen und Siegtore in den letzten Spielminuten. Im übertragenen Sinne wird der Begriff auch bei anderen Sportarten und Mannschaften verwendet[59] und beim zeitweiligen Ausbleiben[60] genauso thematisiert. Als Hintergrund wird zum einen die Natur des Fußballsports genannt, in dem Siege eigentlich überlegener Mannschaften oft knapper und dramatischer als in anderen Sportarten ausfallen.[61][62] Verantwortlichen, Spielern und Fans des FC Bayern München zufolge sind späte Tore und Siege kein „Glück“, sondern das Resultat von Nervenstärke, Kondition und Erfahrung.[63] Von Konkurrenten wird mitunter auch die These vertreten, dass der vermeintliche Bayern-Dusel auf einer latenten oder bewussten Bevorteilung der finanzkräftigen und meinungsstarken Bayern durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Allgemeinen und durch Schiedsrichter im Speziellen beruhe. In diesem Zusammenhang ist teilweise auch von einem vermeintlichen Bayernbonus die Rede.[64][65] Dass so ein Promibonus tatsächlich existiert, wurde auch wissenschaftlich belegt.[66]

Regelmäßig wird dem Verein vorgeworfen, sein Erfolg basiere großteils auch auf der gezielten Schwächung von Ligakonkurrenten durch die Abwerbung ihrer größten Leistungsträger. So erklärte im Februar 2014 Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke entgegen früheren Äußerungen[67], der FC Bayern habe es sich zum Ziel gesetzt, den BVB zu „zerstören“ und als Konkurrenten dauerhaft auszuschalten. Seine Aussagen wurden in der Fanszene kontrovers diskutiert.[68][69] Ähnlich äußerte sich der Aufsichtsratsvorsitzende des Basketballvereins ALBA Berlin, Axel Schweitzer, als der FC Bayern mittels „abstruser Gehälter“ gleich vier Spieler gleichzeitig zum Wechsel von ALBA zu den Bayern bewog.[70] Tatsächlich räumte Präsident Uli Hoeneß ein, das Motiv der Gegnerschwächung habe bei Spielertransfers in der Vergangenheit gelegentlich eine Rolle gespielt. So sei im Jahr 2007 der damalige Aachener Spieler Jan Schlaudraff nur deshalb gekauft worden, um dem mitbietenden Konkurrenten Werder Bremen „eins auszuwischen“ und um „zu zeigen, dass niemand den Bayern das Wasser reichen könne“.[71]

Zündstoff für das Feindbild lieferten auch die Verurteilung des langjährigen Präsidenten Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung 2014[72] und das Zollvergehen des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge 2013[73] sowie die Kirch-Affäre 2003. Nach seinem Schuldspruch verzichtete Hoeneß auf eine Revision und erklärte seinen Rücktritt von allen Ämtern.[74]

Einige Musikgruppen schrieben Schmählieder gegen den FC Bayern München, so Norbert und die Feiglinge Bayern hat verloren (1995) (später von den Schröders 2001[75] und den Original Deutschmachern 2000 gesungen). Die Original Deutschmacher sangen auch das Lied Who the Fuck is Bayern nach Who the Fuck is Alice von Gompie. Ein bekannter deutscher Fangesang – vorgetragen nach der Melodie des Beatles-Songs Yellow Submarine – ist Zieht den Bayern die Lederhosen aus, auch auf Schallplatte als Lied von Heinz Werner Schneider. Ferner interpretierte Ingo Appelt das Lied Du bist ein Hoeness, das den Namen des langjährigen Bayern-Managers als Schimpfwort bezeichnet.

Eine besondere Rolle nehmen hierbei Die Toten Hosen ein, deren Schmählied Bayern zu den erfolgreichsten gehört.[76] Campino, der Sänger der Toten Hosen, äußerte sich später dazu wie folgt: „Man kann mit Bayern München nur ordentlich als Feind umgehen, wenn man unsachlich bleibt. Sobald man sich an Fakten hält, wird es schwierig. Zu Zeiten der Nazis etwa hat der FC Bayern vielleicht die beste Rolle aller deutschen Fußballklubs gespielt. Hier wurden jüdische Mitglieder noch geschützt, als sie woanders längst ausgeschlossen waren. Außerdem weiß ich von Didi Hamann und Markus Babbel, wie ernst Uli Hoeneß seine soziale Verantwortung den Spielern gegenüber nimmt.“[77]

Andere Abteilungen

Neben der inzwischen in die FC Bayern München AG ausgegliederten Lizenzspielerabteilung und Frauenfußballmannschaft gibt es im Verein folgende Abteilungen:

Abteilung Baseball

 

Die Abteilung Baseball bestand für wenige Jahre in den 60er- und 70er-Jahren, in dieser Zeit wurden zwei deutsche Meisterschaften (1962 und 1969) gewonnen.

 

 

Abteilung Basketball

 

Beim FC Bayern wird seit 1946 Basketball wettkampfmäßig organisiert gespielt. In den Jahren 1954, 1955 und 2014 konnte die Männermannschaft die jeweilige Erstligaspielzeit als Basketballmeister des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) erfolgreich abschließen. Im Jahr 1966 gehörte der FC Bayern zu den zwanzig Gründungsmitgliedern der Basketball-Bundesliga. Am Ende der Spielzeit 1967/68 gewannen die Spieler des FC Bayern den DBB-Pokal. Nach dem Abstieg aus der Gruppe Süd der zweigliedrigen Basketball-Bundesliga am Ende der Saison 1973/74 gelang dem FC Bayern erst 1987 die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Am Ende der Saison 1988/89 konnten die Erstligaspieler den Abstieg erneut nicht verhindern. Seit Beginn der Saison 2011/12 ist der FC Bayern wieder in der Basketball-Bundesliga vertreten. Die Profimannschaft konnte sich auf Anhieb für die Playoffs qualifizieren und das Viertelfinale erreichen.[78][79] In der Folgesaison kam die Mannschaft bis ins Halbfinale, und in der Spielzeit 2013/14 errang sie den deutschen Meistertitel.

 

 

Abteilung Handball

 

Diese Abteilung besteht aus einer Frauen- und einer Herrenmannschaft. Die Frauen spielen in der Bezirksoberliga Oberbayern und die Herren in der Bezirksliga Oberbayern.

 

 

Abteilung Sportkegeln

 

Die 1983 gegründete Abteilung besteht aus einer Herrenmannschaft, die in der Bezirksliga München spielt.

 

 

Abteilung Schach

 

Die Herrenmannschaft, die nach dem Aufstieg 2013 aus der 2. Bundesliga Ost aktuell in der 1. Bundesliga spielt, wurde zwischen 1983 und 1995 neunmal Deutscher Meister. Die Frauen spielen in der 2. Bundesliga, ihr größter Erfolg war der Aufstieg in diese Liga im Jahr 2002.

 

 

Abteilung Schiedsrichter

 

Die Schiedsrichterabteilung besteht seit 1919 und ist mit 115 Referees die größte Fußballschiedsrichterabteilung Europas.

 

 

Abteilung Seniorenfußball

 

Die jüngste Abteilung des FC Bayern wurde 2002 gegründet und bestreitet Freundschaftsspiele im In- und Ausland.

 

 

Abteilung Tischtennis

 

Derzeit besteht diese Abteilung aus sieben Herren- und einer Frauenmannschaft. Dabei spielen die Herren in der Oberliga Süd und die Frauen in der Landesliga Süd/Ost.

 

 

Abteilung Turnen

 

Die 1980er-Jahre waren für diese Abteilung die erfolgreichsten. In dieser Zeit gewann man vier Deutsche Meisterschaften. 2014 wurde die Sparte aufgelöst.

 

 

Abteilung Eishockey

 

Von 1966 bis 1969 existierte eine Eishockeymannschaft, die zwei Spielzeiten in der Eishockey-Bundesliga absolvierte.

 

 

Literatur

Dietrich Schulze-Marmeling: Die Bayern. Die Geschichte des deutschen Rekordmeisters. Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-534-7.

 

Thomas Hüetlin: Gute Freunde. Die wahre Geschichte des FC Bayern München. Blessing, München 2006, ISBN 3-89667-254-1.

 

Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern München… und ein paar Titel mehr. powerplay-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-9804611-3-0.

 

Dietrich Schulze-Marmeling: Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2011, ISBN 978-3-89533-781-9[80]

 

Christoph Bausenwein, Dietrich Schulze-Marmeling: FC Bayern München. Unser Verein, unsere Geschichte. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2012, ISBN 978-3-89533-894-6.

 

Siegfried Herrmann et al.: 25 Jahre FC Bayern München. Druckerei Mages & Müller, München 1925, (PDF; 82 MB).

 

 

Weblinks

Offizielle Website der Fußballabteilung

 

Wappenhistorie in DFS-Wappen.de

 

 

Einzelnachweise

 

 

FC Bayern München AG (Hrsg.): Ab sofort 75.000 Fans bei Bundesliga-Heimspielen. 14. Januar 2015, abgerufen am 15. Januar 2015.

 

 

 

Voller Name/Langname nach Vereinsregister VR 2463 am Amtsgericht München: „Fußball-Club Bayern, München eingetragener Verein“; abzurufen unter https://www.handelsregister.de/

 

 

 

Mitglieder- und Fanclubentwicklung der letzten zehn Jahre (PDF; 136 kB)

 

 

 

Der UEFA Super Cup ist hier nicht mitgezählt, da dieser europäische Titel i. Allg. nicht als Europapokal klassifiziert wird.

 

 

 

Chronik 25 Jahre FC Bayern München, 1900-1925, München 1925

 

 

 

Obwohl auf der Gründungsurkunde 17 Namen zu lesen sind, wurde diese am 27. Februar 1900 nur von elf Herren unterzeichnet. Die restlichen sechs wurden später hinzugefügt. Diese Tatsache geht aus einem Schreiben Johns hervor, in dem er die Geschehnisse des Abends schildert.

 

 

 

Mit Donaufußball zur allerersten Meisterschaft , faz.net, 22. Juli 2011, abgerufen am 26. März 2013

 

 

 

Schulze-Marmeling, Dietrich, Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur, Göttingen 2011, 8f. Siehe ausführlich: Eisenberg, Christiane, „English Sports“ und deutsche Bürger. Eine Gesellschaftsgeschichte 1800-1939, Paderborn 1999

 

 

 

Als die Wurzeln herausgerissen wurden Stuttgarter Zeitung, 8. April 2014, abgerufen am 16. Oktober 2015

 

 

 

Ende der Heldengeschichte: FC Bayern hatte schon 1935 einen „Arierparagrafen“ Spiegel Online, 21. Mai 2016, abgerufen am 22. Mai 2016

 

 

 

Onkel Kurt und die Bayern Die Zeit, 28. Mai 2003, abgerufen am 24. Oktober 2014

 

 

 

Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern München…und ein Paar Titel mehr. powerplay-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-9804611-3-0. S. 118.

 

 

 

Statistik über das Spiel

 

 

 

Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern München…und ein Paar Titel mehr. powerplay-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-9804611-3-0. S. 120

 

 

 

Peter Stützer: Wie die Feindschaft von Daum und Hoeneß begann. In: Die Welt online, 22. April 2011, abgerufen am 5. November 2013.

 

 

 

Liste im Focus (Nr. 30, 1993) mit Ablösesummen deutscher Spieler beim Wechsel nach Italien.

 

 

 

Statistik Augenthalers auf fussballdaten.de Abgerufen am 24. Oktober 2014

 

 

 

Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern München…und ein Paar Titel mehr. powerplay-Verlag, Berlin. 2001, ISBN 3-9804611-3-0; S. 213

 

 

 

Bericht auf spiegel.de, 22. Juni 2003, abgerufen am 24. Oktober 2014

 

 

 

Pandiani ist Torschützenkönig Auf: uefa.com, abgerufen am 12. Februar 2009

 

 

 

Philipp Lahm: Lahm über den Champions-League-Sieg: „Teil von etwas Großem“. In: spiegel.de, 29. Mai 2013, abgerufen am 5. November 2013.

 

 

 

Presseerklärung des FC Bayern München zur Beurlaubung Louis van Gaals 10. April 2011, abgerufen am 24. Oktober 2014

 

 

 

Jupp Heynckes wird neuer FCB-Chefcoach Website FC Bayern München, 25. März 2013, abgerufen am 24. Oktober 2014

 

 

 

Alptraum dahoam – Vize-Bayern in Schockstarre. Die Welt, 20. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.

 

 

 

Carsten Eberts: Glückselige Zufriedenheit Süddeutsche.de, 26. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013

 

 

 

Klaus Bellstedt: Endlich eine große Mannschaft stern.de, 26. Mai 2013, abgerufen am 27. Mai 2013

 

 

 

FC Bayern verpflichtet Thiago Alcántara. FC Bayern München AG, 14. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013.

 

 

 

Uli Hoeneß: Persönliche Erklärung von Uli Hoeneß. FC Bayern München AG, 14. März 2014, abgerufen am 14. März 2014.

 

 

 

Bayern München sichert früheste Meisterschaft aller Zeiten, Sport-90.de, 27. März 2014

 

 

 

Pep Guardiola geht - Carlo Ancelotti kommt. Süddeutsche Zeitung, 20. Dezember 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015.

 

 

 

Vgl. den CL-Kader des FC Bayern München auf der Website der UEFA.

 

 

 

Hall of Fame

 

 

 

Ein Charakterkopf nimmt seinen Hut. In: FOCUS Online. 17. Mai 2008, abgerufen am 23. Mai 2016.

 

 

 

Vogel übernimmt ab Sommer Bayerns U23 Kicker online, 15. April 2015, abgerufen am 28. April 2015.

 

 

 

Übersicht zu den einzelnen Jugendmannschaften auf www.fcbayern.de, abgerufen am 10. August 2015

 

 

 

Übersicht über die Spielorte der Nachwuchsmannschaften auf www.fcbayern.de, abgerufen am 10. August 2015

 

 

 

FC Bayern München AG (Hrsg.): Zuschauer-Kapazität der Allianz Arena erhöht. 29. August 2012, abgerufen am 1. September 2012.

 

 

 

FC Bayern München AG (Hrsg.): Ab sofort 75.000 Fans bei Bundesliga-Heimspielen. 14. Januar 2015, abgerufen am 15. Januar 2015.

 

 

 

FC Bayern hat seine Arena ausgebaut – und plant mehr. In: focus.de. 8. August 2014, abgerufen am 14. August 2014.

 

 

 

EM-Finale 2020 in London, Viertelfinale in München Die Welt online, 19. September 2014, abgerufen am 13. Oktober 2014.

 

 

 

FCB e. V.: Organe Verein – Der Verwaltungsbeirat. FC Bayern München, abgerufen am 27. August 2013.

 

 

 

Michael Freitag/Wolfgang Hirn Die ewigen Meister, in: Manager Magazin, Heft 8/2005

 

 

 

Audi AG steigt beim FC Bayern ein, fcbayern.t-home.de, 26. November 2009 Zugriff am 27. November 2009

 

 

 

Allianz beteiligt sich an FC Bayern München AG fcbayern.de, 11. Februar 2014, abgerufen am 11. Februar 2014.

 

 

 

Allianz steigt für 110 Mio als dritter Investor ein bayernfreunde.de, 11. Februar 2014, Zugriff am 12. Februar 2014

 

 

 

Bundesanzeiger – Herausgegeben vom Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz

 

 

 

Audi bleibt bis ins Jahr 2019 Fahrzeugpartner (Memento vom 29. November 2009 im Internet Archive)

 

 

 

transfermarkt.de (Memento vom 11. Januar 2010 im Internet Archive)

 

 

 

tz.de: Schickeria München: Das steckt dahinter, abgerufen am 26. Februar 2015.

 

 

 

Geschichte des Club Nr. 12, abgerufen am 26. Februar 2015

 

 

 

tz.de: Club Nr. 12 (Fan-Vereinigung des FC Bayern): Das steckt dahinter, abgerufen am 26. Februar 2015

 

 

 

Kassian Stroh: Aufstand gegen die Klatschpappkameraden Süddeutsche.de, 15. November 2012, abgerufen am 27. Mai 2013

 

 

 

Das Stimmungsproblem – Haben wir wirklich eins? Fakten und Meinung aus Sicht eines Fan-Autors, FTBpro, 1. Mai 2013

 

 

 

Bayern-Fans sammeln Unterschriften für Stehplätze tz.de, 13. August 2013, abgerufen am 15. April 2015.

 

 

 

FC Bayern hofft auf "Stimmungserhöhung" in Allianz Arena Focus online, 8. August 2014, abgerufen am 15. April 2015.

 

 

 

Mitglieder und Fanclubs 2000/01–2009/10 (Memento vom 18. August 2011 im Internet Archive) (PDF; 63 kB)

 

 

 

fcb-kidsclub.de: FCB KidsClub

 

 

 

Bochum und der FC Bayern – Die deutschlandweit umstrittene Fanfreundschaft! Lokalkompass.de, 7. Dezember 2010, abgerufen am 5. April 2014

 

 

 

WAZ online, Düsseldorf, 26. Oktober 2008, TISCHTENNIS, Borussia brauchte „Bayern-Dusel“ von Joachim Breitbach

 

 

 

Die Welt, 30. Januar 2009, Fußball-Bundesliga, Sieg gegen Bayern – HSV ist neuer Tabellenführer, (…) Den Münchnern fehlte diesmal der Bayern-Dusel.

 

 

 

Erfolgsfaktor Zufall im Profifußball, Quantifizierung mit Hilfe informationseffizienter Wettmärkte. Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Diskussionspapier 20. Jörg Quitzau, Universität der Bundeswehr Hamburg, September 2003

 

 

 

Der Spiegel, 20. Februar 2007 NUMERATOR, Fußball ist Glücksspiel, von Holger Dambeck

 

 

 

Der Bayern-Dusel - Ein Kommentar. In: MAG – Das Fussball-Mazagin. 31. Oktober 2005, abgerufen am 23. Mai 2016.

 

 

 

Schalker klagen über "Bayern-Bonus": Schalke 04 - Bayern München 1:1. In: SPIEGEL ONLINE. 2. Oktober 1999, abgerufen am 23. Mai 2016.

 

 

 

tz.de: Bayern-Bonus! HSV stocksauer, abgerufen am 25. März 2014

 

 

 

Frankfurt School of Finance and Management: Schiedsrichterentscheidungen im Fußball: Vermuteter Promibonus bestätigt Vorgelegt von Professor für Managerial Economics an der Frankfurt School of Finance & Management, Dr. Helge Müller von der Public Economics Group der Philipps Universität Marburg, und Frankfurt School-Absolvent Paul Bose, abgerufen am 20. April 2016

 

 

 

Watzke: Wölfe sind Hauptkonkurrent. In: Spox.com. 31. Dezember 2013, abgerufen am 23. Mai 2016.

 

 

 

„Dauerschwätzer Watzke hat ausnahmsweise mal recht“. In: FOCUS Online. 1. Februar 2014, abgerufen am 23. Mai 2016.

 

 

 

Watzke: Bayern wollen uns zerstören, rp-online.de, abgerufen am 5. Februar 2014

 

 

 

Alba-Boss geißelt Politik des FC Bayern, n-tv.de, abgerufen am 5. Februar 2014

 

 

 

Die unmoralischen Angebote des FC Bayern, t-online.de, abgerufen am 5. Februar 2014

 

 

 

Uli Hoeneß gesteht Steuerhinterziehung vor Gericht. kicker.de, 10. März 2014, abgerufen am 6. April 2016.

 

 

 

Rummenigge gilt als vorbestraft. kicker.de, 11. November 2013, abgerufen am 11. November 2013.

 

 

 

Hoeneß legt alle Ämter nieder. kicker.de, 14. März 2014, abgerufen am 6. April 2016.

 

 

 

Die Schröders – Bayern hat verloren auf YouTube, abgerufen am 11. November 2012

 

 

 

Musikvideo Bayern, im März 2000 vom Regisseur Peter Thorwarth im Stil eines Amateurfilms gedreht, darin Fußballszenen der Fortuna-Düsseldorf-Anhänger Die Toten Hosen, am Ende der in der Rahmenhandlung gespielte Kommentar von Uli Hoeneß: „An dem Dreck wird unsere Gesellschaft irgandwann einmal ersticken.“ – Video aus dem Portal YouTube, abgerufen am 23. Juli 2012

 

 

 

Campino im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 1. Dezember 2007 – zitiert bei der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur

 

 

 

65 Jahre Basketball-Tradition im FC Bayern München Website FC Bayern Basketball – Historie. Abgerufen am 30. Mai 2012.

 

 

 

Beko BBL – Dates & Results – Saison 2011/12. Website Beko Basketball Bundesliga, Playoff – Viertelfinale – 1. Spieltag. Abgerufen am 30. Mai 2012.

 

 

 

 

Vgl. Markwart Herzog: Fußball unterm Hakenkreuz. In: H-Soz-u-Kult, 15. Juni 2011 (Sammelrezension zu: Gregor Backes: „Mit Deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hamburg 2010/Dietrich Schulze-Marmeling: Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur. Göttingen 2011/Jakob Rosenberg u. a. (Hrsg.): Grün-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus (1938–1945). Wien 2011).